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Combichrist: Noise Collection Vol. 1

Ein Highlight in jeder Sammlung
keine Wertung
Genre: Electro, Industrial
Spielzeit: 131:19
Release: 02.04.2010
Label: Out Of Line Music/Universal

Der Name Andy LaPlegua ist zwischenzeitlich ungefähr so bekannt wie Arnold Schwarzenegger. Der Norweger hat sich mit seiner Industrial-Combo Combichrist innerhalb der letzten sieben Jahren weltweit einen Namen gemacht, seine Songs stehen in den Playlisten schwarzer Clubs auf Dauerrotation und Millionen neonplüschiger Cybergothics tanzen zu seinen Platten nächtelang durch.

Zusammen mit Bands wie Agonoize, Hocico und den wesentlich poppigeren Blutengel gehören Combichrist zur Speerspitze des Out Of Line-Labels, ein Plattenlabel, das sich dem elektronisch-düsteren Sound, den harshen Samples und dem verzerrten Psychogesang verschrieben hat. Dabei lassen sich die Norweger immer wieder etwas Neues für ihre Fans einfallen: Nach dem Debütalbum „The Joy Of Gunz“ veröffentlichte LaPlegua die auf 667 Exemplare limitierte Mini-CD „Kiss The Blade“, noch im selben Jahr erschien die auf 666 Kopien begrenzte 12``-Vinyl „Blut Royale“.

Nach nunmehr vier Full-Length-Alben und sage und schreibe sechs EPs, sowie unzähliger Beiträge zu Samplern, gibt es jetzt ein besonderes Schmankerl für alle Fans: Mit dem ersten Volume der „Noise Collection“ deckt LaPlegue, der lediglich live von einigen weiteren Bandmitgliedern unterstützt wird, die ersten und ausnahmslos vergriffenen Werke der Band ab – sozusagen die ersten Schritte auf dem Weg zum Electro-Olymp.

Disc eins bietet die komplette „The Joy Of Gunz“-Scheibe, also das Debüt von 2003, inklusive „This Is The Joy Of Gunz“ als Hidden Track. Bekannteste Songs sind hier mit Sicherheit das ziemlich harshe „Joy Of The World“, sowie „Vater Unser“, „Bulletfuck“ und der Dancefloor-Filler „God Wrapped In Plastic“, das für Combichrist-Verhältniss fast poppig daherkommt.

Auf der zweiten CD gibt es nicht nur die rare „Kiss The Blade“-EP, die ursprünglich als Halloween-Special veröffentlicht wurde, sondern auch die Kult-EP „Sex, Drogen Und Industrial“, die vermutlich auf jeder Industrial-Party der Welt schon komplett gespielt wurde. Als wäre dieses Aufgebot nicht schon exklusiv genug, haben die Combichristler mit einem Unknown Mix von „Sex, Drogen Und Industrial“ und dem „Vater Unser“-Combicritter Remix auch noch zwei Tracks von der „Blut Royale“-Vinylsingle mit dazu gepackt, sowie eine Live-Aufnahme von „Like To Thank My Buddies“, die auf dem Infest 2004 mitgeschnitten wurde, und „Strike“, das 2004 exklusiv für den Sampler „Industrial For The Masses Vol. 2“ aufgenommen wurde.

Wem jetzt der Kopf brummt, dem wird es beim Hören der Platte nicht besser gehen, denn auf den ersten Releases der Band probiert LaPlegue sich noch hörbar aus, der Sound ist hart und sehr noisy, und klingt noch nicht halb so ausgereift wie auf den späteren Werken. Dass mein absoluter Favorite „God Bless“ nicht mit von der Partie ist, war von vorneherein klar, da der Song erst auf dem „Everybody Hates You“-Album von 2005 erschienen ist und es somit hoffentlich auf die zweite Ausgabe der „Noise Collection“ schafft. Für alle Fans ist die Scheibe ein gelungenes Highlight für ihre Combichrist-Collection und vielleicht die Möglichkeit, die raren ersten Platten zumindest in einer Art Sammelalbum zu besitzen und auch Neueinsteiger, die mit der Band bisher noch nicht so viel anfangen konnten, dürften ihre wahre Freude an der „Noice Collection Vol. 1“ haben.

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