Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Combichrist: Frost EP: Sent To Destroy

Auch für Einsteiger zu empfehlen
Wertung: 8/10
Genre: EBM
Spielzeit: 46:20
Release: 27.06.2008
Label: Out Of Line

D.r.i.v.E., heute bekannt als Combichrist, jenes Projekt von Andy LaPlegua (Icon Of Coil, Lash Out, Panzer AG), das eigentlich nur als kleines Nebenprojekt gedacht war, doch überraschend enorm viel Ruhm und Lob geerntet hat, veröffentlicht nun nach sowohl drei Alben als auch drei Maxi-EPs und einer 12 Zoll-Vinyl eine weitere Platte - und zwar eine "Frost EP: Sent To Destroy".

Gleich bei dem Titeltrack „Sent To Destroy“ knacken die Boxen vor „lauter“ Energie und Aggression, die hier durch die Technik gepumpt wird. Mit treibendem Beat und mal verzerrten, mal gebrüllten Vocals wird ordentlich Druck gemacht, sodass der Text wirklich glaubhaft rüberkommt und sich der apokalyptischen Synth-Atmosphäre perfekt anpasst.

Im gleichen Tempo geht es mit dem Instrumental „The Kill“ weiter – und Vocals vermisst man hier nicht, wie bei vielen anderen Instrumentals, denn der Track ist derart vielschichtig und baut immer weiter auf neue Sequenzen auf, dass man gar keine Chance bekommt, noch über weitere Tonspuren nachzudenken, wenn man beim Hören keine der schon vorhandenen verpassen möchte. Dieser Track erinnert insbesondere an Thomas Rainers neues Projekt Nachtmahr, welches sich nun mit Combichrist den Club teilen muss.

Der „Prince Of E-Ville“ lässt es einen Tacken ruhiger angehen, haut dem Hörer aber auch harte Beats und starke Sequenzen um die Ohren, die sich nach und nach immer tiefer in die Gehörgänge fressen. Nach der Premiere der drei neuen Stücke geht es mit den Remixen los:

Die beiden Stücke „Sent To Destroy“ und „Prince Of E-Ville“ haben sich jeweils drei weitere Künstler zur Brust genommen und ihrem eigenen Stil angepasst – der Suicide Commando-Remix ist dabei melodischer als das Original ausgefallen und überzeugt mich dadurch mehr als die beiden Werke von Northbone oder Rotersand.

Eine richtige Meisterleistung haben Accessory mit ihrem Remix hingelegt – sind die Reinterpretationen von Babyland und Caustic um einiges schlechter als das Original, haben Accessory es geschafft, den Song noch ein Stück weit zu verbessern und eine harmonischeres Gesamtbild entstehen zu lassen.

Fazit: Eine klasse EP von Combichrist, die nicht nur alteingesessene Anhänger der Band überzeugen wird, sondern auch für Einsteiger zu empfehlen ist – der einzige Kritikpunkt ist vielleicht, dass bei sechs Remixen nur zwei verschiedene Songs überarbeitet wurden und die vier verschiedenen Versionen der Songs daher irgendwann zu eintönig werden.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna