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Collision Process: Collision Process

Mitreißender Progressive Metal voller Energie
Wertung: 9/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 16:57
Release: 12.12.2011
Label: Eigenproduktion

Eine junge Band aus Birmingham schickt sich an, im modernen Zirkus des Progressive Metals mitzumischen und begeistert mit facettenreichen Ideen und mitreißender Energie. Mit „Collision Process“ veröffentlichten Collision Process ihre erste selbst produzierte EP und senden ein klares Signal an die Labels: Unbedingt unter Vertrag nehmen.

„Sleep Now Forever“ geht heavy und perkussiv los und erinnert anfangs stark an The Ocean. Dieser Song ist wohl am schwersten zugänglich, da er wenige Melodien enthält und eher rhythmisch dominiert ist. Hat man aber diese schwere Kost hinter sich gebracht, wird man gebührend mit drei großartigen Songs belohnt. Das soll nicht heißen, dass „Sleep Now Forever“ schlecht ist, er ist sehr gut, wird aber vom restlichen Material einfach klar und deutlich in den Schatten gestellt.

„Revelations“ offenbart das komplette Spektrum von Collision Process, hier stehen fette Riffs und tolle Melodien auf einer Ebene, der klare Gesang kommt auch zum Tragen - klasse. Stellenweise erinnert die Vielschichtigkeit an Disillusion: hier die Growls, da der klare Gesang, daneben die schnellen thrashigen Riffs. Die Jungs verstehen es, so viele Ideen einfließen zu lassen, ohne dabei den eigentlichen Song aus dem Fokus zu verlieren.

Das gleiche gilt für „Breaking Point“, hier schaffen sie es sogar, die Vertracktheit des ersten Songs mit tollen Melodien zu verknüpfen. Zunächst wird gerifft, was das Zeug hält, und anschließend löst sich alles in einem tollen Refrain zum Mitsingen auf.

„Divide“ fängt zur Abwechslung erst einmal in ruhigeren Gefilden an, steigert sich aber allmählich zu einem fiesen Monster. Hier werden auch die Markenzeichen der Band deutlich: zunächst thrashig vertrackte Verses, die dann in epische Refrains münden, als Zwischenspiel ein paar Breakdowns, die dann wieder ins Hauptthema aufgelöst werden.

Technisch gibt es nichts zu meckern, die zwei Gitarren liefern sich spannende Riff-Duelle, der Mix aus klarem Gesang und Growls ist mitreißend. Die Produktion ist sehr gut gelungen, alles wirkt wie aus einem Guss. Die Drums knallen ordentlich aus den Boxen, die Gitarren klingen in einem breiten Spektrum, ohne dabei den Bass zu sehr in den Hintergrund zu drängen.

Im Kontext anderer moderner Prog-Metal-Bands lassen sich die Jungs ganz gut zwischen Periphery und Textures einordnen, meist nicht ganz so vertrackt, aber technisch dennoch auf hohem Niveau. Wer darauf steht, dem sind diese Jungs wärmstens ans Herz gelegt. Es bleibt zu hoffen, dass aus dem starken Material vielleicht ein ebenso starkes Album wird.

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