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Coldseed: Completion Makes The Tragedy

Lasst euch auf diese Überraschung ein
Wertung: 8.5/10
Genre: Melodic Crossover / Metal
Spielzeit: 46:44
Release: 30.06.2006
Label: Nuclear Blast

Wer glaubt, dass Coldseed wirkliche Newcomer sind, liegt ziemlich weit daneben. Gut, der Bandname dürfte noch nicht jedem bekannt sein und “Completion Makes The Tragedy“ ist auch das Debütalbum dieser Band, aber die Musiker, welche sich hinter Coldseed verbergen, müssten jedem echten Metalfan ein Begriff sein. Allen voran stehen hierbei natürlich Drummer Thomen Stauch (ex-Blind Guardian, Savage Circus) und Gesangsgott Björn “Speed” Strid (Soilwork), aber auch die Blind Guardian Studio- / Livemusiker Michael “Mi” Schüren (Keyboards) und Oli Holzwarth (Bass) haben sich längst einen Namen in der Metal-Szene erarbeitet. Mit weniger bekannten Namen - Gonzalo Alfageme López und Thorsten Praest - ist allerdings die Gitarrenfraktion besetzt, was jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass allein aufgrund dieser erstklassigen Besetzung, die Erwartungen an “Completion Makes The Tragedy” ziemlich hoch sein dürften.

Aber wie sollten diese Erwartungen aussehen? Mit was für einer musikalischen Grundausrichtung sollte man im Vorfeld rechnen?

Ich kann euch nur raten: Vergesst all eure Erwartungen! Coldseed werden euch wahnsinnig überraschen, denn musikalisch befindet man sich auf einer ganz anderen Baustelle, als man es sonst von Thomen Stauch oder Björn Strid gewohnt ist. Es ist so gut wie unmöglich, den Sound von “Completion Makes The Tragedy” in irgendwelche Genreschubladen zu stecken, denn hierzu ist dieser bei weitem zu uneinheitlich und zu vielseitig. Die Band kombiniert gekonnt Einflüsse aus Power- / Melodic Metal, modernem Thrash Metal, Industrial und Rock miteinander. Das Resultat ist ein unglaublich eigenständiges und mutiges Album, welches auch aufgrund der Vielseitigkeit Dauerrotation in euren CD-Playern genießen wird.

Schon der Opener “My Affliction” ist hierfür ein guter Beweis. Hier trifft Björn Strids vielseitiger Gesang, auf treibende Drums und verspielte Synthesizer. Besonders der ruhigere Mittelpart, bei welchem Björn sehr ruhig und nachdenklich agiert, besitzt absoluten Gänsehautfaktor. “Democracy Lesson” geht musikalisch in eine ähnliche Richtung wie “My Affliction”, allerdings wirken Björns Vocals bei diesem in den Versen noch um einiges wütender und energischer, bis im Über-Refrain wieder seine klare Stimme erklingt. “Nothing But A Loser” und “Burning With A Shade” zeigen deutlich die Industrial-Element und wirken um einiges sperriger und weniger zugänglich. Vor allem das sehr düstere “Burning With A Shade” braucht einige Anläufe, bis es endgültig zünden will. Anders sieht dies mit “Low” oder dem Titelsong aus, welche wegen der kraftvollen Refrains zu den Hauptanspieltipps gehören. Überrascht ist man auch bei der old-schooligen Powerballade “Reflection”, denn so gefühlvoll hat man einen Björn Strid auch noch nicht zu hören bekommen. Diese Powerballade besitzt ganz einfach alles, was man von einer solchen erwarten kann: Eine schön Gesangsmelodie in den Versen, ein explodierender Refrain und natürlich ein feines Gitarrensolo. Neben “Reflection” ist mit Sicherheit das moderne “Five More To Fix”, welches streckenweise auch an moderne US-Metalbands erinnert, aber im Refrain dann doch eher in Richtung Rock tendiert.

Fazit: “Completion Makes The Tragedy” ist ein wirklich gutes Album und wird euch absolut überraschen. Lasst euch auf diese Überraschung ein und testet das Album bitte beim nächsten Besuch im Plattenladen an, ganz gleich welchem Genre ihr euch selber zuordnet.

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