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Cog: Sharing Space

Ein guter Soundtrack fürs Leben
Wertung: 7.5/10
Genre: Progressive-Rock
Spielzeit: 72:4
Release: 22.08.2008
Label: Superball Music

Cog, das ist ein australisches Trio, welches mit „Sharing Space“ ihr zweites Album produziert hat und nun versucht, auch in Europa Fuß zu fassen. Ihre Musik lässt sich als alternativer Prog-Rock mit leichten Grunge-Einflüssen bezeichnen.

Eingerahmt wird der Longplayer durch die beiden, fast zehnminütigen Epen „No Other Way“ und „Problem, Reaction, Solution“. Beide Songs fangen sehr ruhig an, mit vereinzelten Tönen und Akkorden von Akustikgitarre und Piano. Der Gesang ist harmonisch, stark gebunden und gedämpft. Erst mit fortgeschrittener Spielzeit, wenn auch E-Gitarre und Drums in den Vordergrund rücken, wird dieser aggressiver.

„The Movies Over“ und „Bitter Pills“ sind ebenfalls zwei lange Stücke, allerdings mit zum Teil elektrischen Anleihen. „Bitter Pills“ beginnt sehr mystisch, mit langen gehaltenen Tönen und gezupfter Gitarre. Bei „The Movies Over“ meint man am Anfang eine aufgenommene Ansage zu hören, bevor der Song dann mit einem starken Rhythmus loslegt, dazu passend erinnern die Vocals an Sprechgesang. Erst nach einiger Zeit gewinnt die Melodieführung die Oberhand, es wird atmosphärischer und harmonischer.

Den sprechenden Gesang findet man auch bei „What If“ wieder. Erneut ein sehr rhythmischer, grooviger Track, der aus dem langsameren Tempo der Vorgänger ausbricht und rockiger aus den Boxen kommt. Ein ähnliches Klangbild hat auch „Bird Of Feather“. Im Gegensatz zum restlichen Album gibt es hier kein instrumentales Intro, sondern man hört Flynn Gowers Stimme von Anfang an und es wird eine gute Atmosphäre entwickelt.

„Swamp“ erinnert durch die immer wiederkehrenden Melodien und identischen Textzeilen an ein einziges großes Mantra. Dazu passt auch die teilweise träumerische Musik. „How Long“ zieht erneut in die ruhige, melodische Ecke. Der Titel wird getragen durch Akustikgitarre, Streicher und Piano.

Häufig werden auch Backingvocals eingesetzt. So zum Beispiel bei „The Town Of Lincoln“, diese werden mehrstimmig eingespielt, was zu einem sehr interessanten Klangteppich führt. In ähnlicher Variation trifft man dies auch beim Titeltrack an, wo der Hintergrundgesang dann noch in verschiedene Tonlagen aufgeteilt wurde, was einen guter Gegensatz zu dem hohen normalen Gesang und dem hellen Piano darstellt.

Fazit: „Sharing Space“ ist ein solides Album der Australier. Einziges Manko dieses Album ist die lange Spielzeit einiger Songs. Die Band versucht, so viel Atmosphäre wie möglich in die Songs zu packen, jedoch funktioniert das nicht immer. So landet man manchmal doch stark im Mainstream, im Chaos der Höreindrücke oder die Songs plätschern einfach ohne größere Aufmerksamkeit dahin. Allerdings ist dieses lange Werk, als zweites Studioalbum, eine beachtliche Leistung mit gutem Potenzial. Für Fans der Formation oder von Bands wie Amplifier, Oceansize, The Tea Party ein guter Soundtrack fürs Leben.

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