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Coal Chamber: Rivals

Eine angenehme Überraschung
Wertung: 8/10
Genre: Nu Metal, Crossover
Spielzeit: 41:42
Release: 22.05.2015
Label: Napalm Records

Erinnert sich noch jemand an Coal Chamber? Sicherlich, in den Endneunzigern und Anfang der 2000er machte die Band mit einem kranken Sound und psychopathischem Fronter auf sich aufmerksam – mehr als eine Handvoll Songs, darunter „Loco“, „Sway“, „Tyler’s Song“ und „Fiend“, haben es aber nach gerade mal drei Alben nicht in die Nu Metal Hall Of Fame geschafft, zumal die Band ein recht unrühmliches Ende nahm, inklusive verbaler Entgleisungen und körperlicher Handgreiflichkeiten zwischen den Bandmitgliedern.

Mit „Dark Days“ brachten die Amis also 2002 ihr drittes und vorerst letztes Album heraus, das weltweit eher auf dünne Resonanz stieß und im Vergleich zu den Vorgängern „Coal Chamber“ und „Chamber Music“ recht flott wieder in der Versenkung verschwand.

Sänger Dez Fafara brachte es in der Chamber-Pause als einziger zu beachtlicher Bekanntheit, mischte er doch mit DevilDriver die Bühnen der Welt auf – umso erstaunlicher, dass bereits 2011 wieder von Reunion gesprochen und gemeinsam musiziert wurde. Ganze vier Jahre hat es dann aber noch mal gedauert – nicht zuletzt wegen Fafaras ungleich erfolgreicherer „Zweitband“ – bis die Truppe ein neues Album präsentieren konnte: „Rivals“ steht seit Ende Mai in den Läden und dürfte sicherlich von einigen Fans mit Spannung erwartet werden.

Überraschenderweise hat sich die Band mit Nadja Peulen (Bass), Mike Cox (Drums), Miguel Rascón (Gitarre) und Fafara in alter Formation wieder zusammengerauft. Als erste Single verkörpert „I.O.U. Nothing“ so ziemlich alles, was Coal Chamber zu ihren Glanzeiten ausgemacht hat: fieser, teils gepresster Gesang, wirr flirrende Gitarren und ein stampfender Rhythmus – der Wiedererkennungswert ist vom ersten Augenblick an enorm. Man fühlt sich, als wäre es wieder 1999.

„Light In The Shadows“ reiht sich da nahtlos ein, erinnert das Instrumentalintro doch ganz stark an den Anfang von „Fiend“, auch die Dynamik gestaltet sich ähnlich – allerdings wird hier im Refrain eher auf Melodie und damit ein schöner Kontrast gesetzt. Gerade in Tracks wie „Another Nail In The Coffin“ wird dann ganz schnell deutlich, wie sich Fafaras Stimme dank der Arbeit mit DevilDriver weiterentwickelt hat. Kraftvolle Refrains wie dieser wären zu den Anfangszeiten von Coal Chamber wahrscheinlich noch gar nicht möglich gewesen, geschweige denn so überzeugend dahergekommen.

Die Titelnummer haben die Herren und die Dame dann in ein schön düsteres Gewand verpackt, die wabernden Gitarren tun ihr Übrigens, um eine leicht gruselige Stimmung aufzubauen. „Over My Head“ lässt dann wieder die ganze Chamber-typische, tanzbare Kombination von Gitarren und Drums erkennen, kommt aber insgesamt ein wenig stumpf daher.

Insgesamt orientieren sich Coal Chamber erstaunlich stark an ihrem alten Sound, hier und da werden ein paar kleine Experimente eingeflochten, aber Tracks wie der Opener zeigen in jedem Fall, dass hier auch Fans der ersten Stunde noch ihre Freude haben können. Stücke wie das finale „Empty Handed“ mit seinem Wahnsinnsrefrain beweisen dagegen auch sehr deutlich, dass die Mitglieder sich in ihren verschiedenen Projekten weiterentwickelt haben – reinhören lohnt sich also auf jeden Fall, man wird angenehm überrascht sein.

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