Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Clenched Fist: The Gift Of Death

Weit weg von einer "guten" Platte, aber hat einen gewissen Charme
Wertung: 5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 36:28
Release: 20.09.2012
Label: Infernö Records

Man langt ja unter Umständen im Musikbereich schon mal ganz schön daneben, wenn es mehrere Bands mit ein- und demselben Namen gibt. Bei Clenched Fist kommen einem als eingefleischtem Hardcore-Hörer schon mal die Kollegen aus den Vereinigten Staaten in den Sinn – doch hier geht es sowohl lokal als auch musikalisch in eine völlig andere Richtung. Die vorliegende Truppe kommt aus Brasilien und beschäftigt sich seit der Gründung vor zwölf Jahren mit recht klassischem Heavy Metal.

Laut Recherche gehören die fünf Herren mit so illustren Namen wie Vagner Fist (Vocals) oder Sadistic Noise (Bass, was sonst) zu den führenden Heavy-Metal-Truppen in ihrer Heimat. Mir persönlich war die Combo bisher fremd, aber man kann ja nicht alles kennen – immerhin steht mit „The Gift Of Death“ nun schon das zweite Full-Length-Album nach der 2008er-Veröffentlichung „Tribute To The Brave Ones“ in den Regalen. Lediglich eine Demo gab es bereits 2003 mit „Into The Fire“ zusätzlich auf die Ohren – für über eine Dekade Bandgeschichte waren die Brasilianer fast ein bisschen geizig mit Veröffentlichungen.

Selbst wenn man nun kein großer Fan der klassischen Metalgenres wie Heavy, True und Classic Metal ist, muss man anerkennen, dass die Brasilianer trotz einiger wesentlicher Defizite in der Produktion ein paar ganz interessante Arrangements in petto haben. Sänger Vagner Fist kommt sowohl mit dem üblichen pathetischen Klargesang als auch mit eingestreuten Schreien wirklich gut zurecht, nur die Kopfstimme stiftet stellenweise eher zum Amoklaufen als zu Begeisterungsrufen an. Ein prägnantes Beispiel dafür ist „Speed Metal Attack“, von dem man natürlich etwas mehr Arschtritt erwartet, und wo der Fronter den Track mit einem Iron Maiden’schen Schrei einleitet, dass sich einem die Fußnägel bis zum Anschlag hochrollen.

Dafür kann „Hate Of Dogmas“ mit seiner rotzig-rohen Attitüde durchweg überzeugen, obwohl man hier auch noch mal auf den Sound an sich zu sprechen kommen muss – der lässt nämlich wesentlich zu wünschen übrig. Vor allem, wenn der Bass oder das Schlagzeug zum Zuge kommen, ist vom Gesang wenig zu hören. Das mag durchaus gewollt sein, klingt aber trotzdem scheiße. Bei Songs wie „Hate Of Dogmas“ haben die Jungs aber das Glück, dass der Song so obskur daherkommt, dass sie allein dafür schon wahnsinnig viele Sympathiepunkte einfahren können.

Auch „Codex Gigas“ hat durchaus Potenzial, einer der besseren Songs der Band zu werden. Die Leadgitarre mag man so zwar schon mal gehört haben, aber Spaß macht sie trotzdem – und auch, wenn der Sänger hier nicht alle Töne einwandfrei trifft und völlig sinnfrei und viel zu laut eine Kirchenglocke ins Spiel gebracht wird, kann man sich dem Charme nicht ganz entziehen.

Auch „Burning The Holy Gates“ macht erstaunlich viel Spaß, obwohl der Titel schon sehr klischeebehaftet daherkommt und auch der Song an sich ein bisschen chaotisch wirkt – so, als hätte die Band zwar gewusst, was sie will, es aber nicht so richtig umsetzen können, was wahrscheinlich mit an dem teils gedoppelten Gesang liegt, der etwas irritierend auf den Hörer wirken kann. Dafür brennt sich der Refrain aber ganz Ohrwurm-mäßig ins Hirn ein, ob man nun will oder nicht.

Fazit: Clenched Fist brauchen dringend einen besseren Sound, dann hapert es auch nicht mehr ganz so drastisch an der Umsetzung. In den Songs steckt nach mehrmaligem Hören durchaus Charme und so ganz ernst nehmen sich die Fünf scheinbar auch nicht, ohne allerdings den Metal ins Lächerliche verkommen zu lassen. Mehr als fünf Punkte sind aber ob der suboptimalen Produktion und der teils recht wirren Gesangsstruktur nicht drin.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging