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Clawfinger: Zeros & Heroes

Ein druckvoll produziertes Album
Wertung: 8.5/10
Genre: Crossover
Spielzeit: 48:29
Release: 24.11.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Und da wären wir auch schon beim zweiten Teil unserer kleinen Clawfinger - Reihe angekommen. Anlass ist immer noch die Wiederveröffentlichung von “A Whole Lot Of Nothing” und “Zeros & Heroes” im 2in1 Bundle. Trotz einer alles andere als makellosen Performance konnte sich die Band mit dem bereits rezensierten “A Whole Lot Of Nothing” wieder in Szene setzen und schnitt mit dem Album auch kommerziell gut ab. Umso komischer bzw. tragischer ist es, dass mit “Zeros & Heroes” genau der umgekehrte Fall eintrat. Diesmal wirkte das Album zwar wesentlich stimmiger und die Qualität der zwölf Songs blieb konstant hoch, doch mangelte es an einer angemessenen Beachtung seitens der Fans. Meiner Meinung nach absolut unverständlich!

Gut, man kann der Band genau wie beim Vorgänger vorwerfen, musikalisch wenig gewagt zu haben, aber wenn hierbei einige starke Crossover - Songs herauskommen, ist diese Tatsache doch sehr leicht zu verschmerzen. Clawfinger wirken durchgehend frischer, die Songs haben mehr Pfeffer und stehen nicht im Schatten unerreichbarer Singleveröffentlichungen, die sich zu echten Clubhits mauserten. Man hat beim Hören von “Zeros & Heroes” durchgehend das Gefühl, dass die Band zu alter Kraft zurückgefunden hat und dies mit voller Inbrust der Welt entgegenhalten will. Schade, dass dies erfolgstechnisch nicht so recht funktionieren wollte.

Der Titeltrack und zugleich Opener des Albums verdeutlicht all das bereits Gesagte. Manch einer mag sagen, er ist nichts anderes als typische Clawfinger - Kost, ich sage, er ist ein toller, spannender Song mit einem überragenden Refrain. Gleiches gilt für Songs wie “Recipe For Hate”, “Blame” oder “15 Minutes Of Fame”, in welchem besonders die songdienlich eingesetzte Elektronik für Aufsehen sorgt. Der absolute Knaller ist aber “When Everything Crumbles”, bei welchem die Band brillant zwischen ruhigen, melancholischen Momenten und treibenden Riffattacken hin und her pendelt, nur um wenig später einen mitreissenden Refrain aus dem Ärmel zu schütteln.

Lediglich das kontroverse “Bitch” mag mir überhaupt nicht gefallen, was ich besonders am merkwürdigen, überhaupt nicht passenden Country - Gesang in den Strophen festmache. Dieser klingt irgendwie völlig schräg und von der Betonung her ziemlich peinlich. Ein Song, den man gerne skipt. Sonst kann man Clawfinger auf diesem Album allerdings keinen Vorwurf machen.

Fazit: “Zeros & Heroes” ist ein druckvoll produziertes Album, das aufgrund der Songqualität seinen Vorgänger locker in den Schatten stellt. Traurig nur, dass sich nicht wirklich viele Menschen auf “Zeros & Heroes” einliessen. Doch jetzt haben sie noch einmal eine Gelegenheit dazu.

Gesamtfazit: Das 2in1 Bundle lohnt sicht hauptsächlich für diejenigen, die “Zeros & Heroes” noch nicht besitzen und entweder Lust haben, ein tolles Crossover - Album zu erwerben oder es zu verschenken, wofür sich das Bundle natürlich bestens anbietet. “A Whole Lot Of Nothing” sollte man also eher als Bonus ansehen und die Songs “Simon Says”, “Out To Get Me” und “Nothing Going On” wohlwollend mitnehmen.

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