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Clawfinger: A Whole Lot of Nothing

Leider nur ein durchschnittliches Album
Wertung: 6.5/10
Genre: Crossover
Spielzeit: 48:17
Release: 24.11.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Nach unserer kleinen, aber feinen Paradise Lost - Reihe wollen wir uns nun einer stilistisch völlig anderen Band, nämlich den Schweden von Clawfinger widmen. Der Anlass dazu ist auch hier die Wiederveröffentlichung zweier Alben im 2in1 Bundle, welches GUN Records pünktlich zur Weihnachtszeit auf den Markt wirft. Dieses Bundle umfasst die beiden Alben “A Whole Lot Of Nothing” und “Zeros & Heroes”, welche besonders für den Crossover - Fan interessant sein dürften.

Nachdem die Band mit "Deaf Dumb Blind", "Use Your Brain" und "Clawfinger" drei erfolgreiche Alben veröffentlichte, wurde es langsam immer stiller um die Schweden, was wohl daran gelegen haben dürfte, dass die Crossover - Bewegung (mit wenigen Ausnahmen) beinahe komplett in der Versenkung verschwand und nur noch wenig Beachtung fand. Doch 2001 kehrten Clawfinger mit "A Whole Lot Of Nothing" nach vier Jahren zurück und konnten wieder an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Musikalisch hatte die Band sich dabei kaum verändert und so ist auch "A Whole Lot Of Nothing" von knackigen, manchmal gar Rammstein - lastigen Riffs, Rap - Elementen und elektronischen Spielereien dominiert. Auch wenn die beiden Singles "Out To Get Me" und "Nothing Going On" wirklich klasse waren und immer noch klasse sind, kann man einfach nicht über größere Schwächen hinwegsehen. Das Album ist zwar keinesfalls schlecht - versteht dies nicht falsch! -, aber die Kluft zwischen den tollen Singleauskopplungen und einigen, ziemlich belanglosen Songs ist tief.

Ich habe in meinem Leben selten ein Album gehört, auf dem sich eine Band so oft selbst kopiert, indem sie Songs praktisch identisch aufbaut und deshalb über weite Strecken nur noch im Durchschnitt verharrt. Songs wie "Paradise", "Burn In Hell" oder "Are You Man Enough" sind ja nicht grundsätzlich mies - ganz im Gegenteil - aber leider so unglaublich vorhersehbar, dass sie den Hörer im Endeffekt kalt lassen und dieser sie bereits Sekunden nach Ausschalten des CD - Players so gut wie vergessen hat.

Gott sei dank bekommen Clawfinger mit dem ruhigen "Simon Says" oder "Evolution" gerade noch die Kurve, was dazu führt, dass das Album in seiner Bewertung noch recht ordentlich abschneidet, ohne allerdings große Akzente zu setzen.

Fazit: "A Whole Lot Of Nothing" ist insgesamt gesehen leider nur ein durchschnittliches Album, das lediglich bei den beiden großartigen Singleauskopplungen glänzen kann. Viele der insgesamt 13 Songs können die hohe Messlatte nicht aufrecht erhalten und fallen klar ab. Deshalb sollte der Adressat dieser Rezension vor dem Kauf des Albums doch lieber einmal reinhören, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Hinweis: In unserem zweiten Teil ("Zeros & Heroes") wird dann das Gesamtfazit zum 2in1 Bundle zu lesen sein.

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