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Clan of Xymox: In Love We Trust

Eine zu ruhige Kugel
Wertung: 6.5/10
Genre: Darkwave
Spielzeit: 48:51
Release: 18.09.2009
Label: Trisol

Eine bewegte Bandgeschichte haben Clan of Xymox inzwischen hinter sich: 1984 gegründet, änderten die Niederländer nicht nur ihren Namen, sondern auch ihre musikalische Ausrichtung mehrmals. So waren sie etwa von 1989 bis 1997, von England aus operierend, als Xymox in Pop- und Dance-Gefilden unterwegs.

Seitdem ist die Band allerdings wieder in Eletronic und Dark Wave zu Hause und mit „In Love We Trust“ liegt nun das aktuellste ihrer Machwerke in dieser stilistischen Richtung vor. Von seinen Vorgängern unterscheidet sich das Album insofern, als dass die Gothic Rock-Elemente, die jene noch prägten, nun im Prinzip völlig der Elektronik gewichen sind: Auf ihrem vierzehnten Longplayer (Live-, Remix- und Best-Of-Alben nicht mitgerechnet) präsentieren Clan of Xymox zehn zwar nicht durchweg ruhige, aber auch nicht unbedingt club-geeignete Tracks, die die Bedürfnisse von Liebhabern von elektronischer, teils sehr sphärischer Musik zweifelsohne erfüllen.

Eröffnet wird das Album mit dem bereits im Vorfeld als EP veröffentlichten Song „Emily“. Die Einleitung des Tracks übernimmt eine eingängige Synth-Melodie, die zum immer wiederkehrenden Thema des Stückes werden soll und bereits Neugier weckt. Kurze Zeit später lässt der Track durch sein zügiges Tempo, welches trotz des recht sparsam und im Hintergrund eingesetzten Schlagzeugs entsteht, zumindest den Kopf im Takt mitnicken.
Große Überraschungen birgt der Song jedoch nicht: Nach dem einfachen Strophe-Refrain-Prinzip aufgebaut, wobei der Refrain immer wieder die besagte einleitende Melodielinie zurück ins Gedächtnis holt, wird dieses Schema lediglich einmal zugunsten einer Überleitung mit abgespeckter Instrumentalisierung unterbrochen.

In ähnlicher Form laufen die meisten Songs auf „In Love We Trust“ ab; natürlich immer mit weiteren, mal mehr, mal weniger griffigen Hooklines, das Konzept bleibt aber ähnlich. Von dem Großteil der Tracks abweichend präsentiert sich „Sea Of Doubt“: Zwar ebenfalls auf dem einfachen Aufbau basierend, ist es dennoch um einiges mehr von Ambient-Sounds geprägt. Überaus schwere, im Raum schwebende Sounds zusammen mit einem leidenden Gesang prägen das Klangbild. Das sehr gemächliche (Elektro-)Schlagzeug steht hier im krassen Gegensatz zu den eher treibenden Rhythmen der vorhergehenden Songs. Eine Verschnaufpause innerhalb des Albums also, bevor „Morning Glow“ nach dem Verklingen des Schlussakkords das Tempo wieder steigert.

Die Musik, die Clan of Xymox auf „In Love We Trust“ bieten, ist unaufregend und leicht verträglich. Genau dies macht sie zur optimalen Entspannungsbegleitung – was auch zu einer großen Gefahr wird, da man dabei die Songs nicht genau im Blick behält.

Für die einen sind solche Klänge genau richtig, für die anderen – durch ihre Einfachheit und ihren, man verzeihe mir das Wort, poppigen Charakter – zu unterfordernd. Da ich eher zu letzteren Menschen gehöre und das Album auch über keine wirklich bindenden Hits verfügt, reicht es lediglich für eine Wertung im oberen Mittelfeld.

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