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City Light Thief: Laviin

Etwas zwiespältig, aber nicht schlecht
Wertung: 6.5/10
Genre: Poppunk, Indie Rock, Alternative Rock
Spielzeit: 36:12
Release: 07.01.2011
Label: Midsummer Records

City Light Thief existieren de facto schon seit fast zehn Jahren als Band, dürften aber hierzulande noch kaum jemandem ein Begriff sein. Dabei mischen die Jungs aus dem Kölner Raum ganz frisch und fruchtig diverse Musikstile zusammen, die eigentlich bei fast jedem gut ankommen, der sich ein bisschen der härteren Gitarrenmusik zugetan fühlt: Poppunk-Melodien gepaart mit Indie-Gitarren, garniert mit einer Prise Post-Hardcore, aber nichts von alldem beschreibt die Musik des Fünfers hundertprozentig. Da werden wie bei "Golden Roots" auch schon mal Gangshouts mit romantisch-verspielten Gitarren gemischt - das Ganze passt aber immer zusammen.

Mit dem 2009er Demo und der "Golden Roots"-Zwei-Track-Single ist der Backkatalog noch nicht so richtig dick, aber mittlerweile ist der "Laviin"-Nachfolger "The Music Of A Chance" auch schon seit ziemlich genau drei Monaten draußen - dem guten Stück soll aber natürlich ein einiges Review gewidmet werden, erst einmal wenden wir uns dem Debüt-Full-Length-Album der Jungs zu.

"Laviin" ist, abgesehen vom Titel, auf den ersten Blick noch nicht allzu besonders: Knappe 36 Minuten Spielzeit, zehn Songs - Durchschnitt also. Jetzt weiß man aber, dass die Band auf Midsummer Records beheimatet ist, wo quasi nichts und niemand durchschnittlich ist, von daher muss man sich das Album doch genauer anhören. "Golden Roots" besticht da beispielsweise schon durch eine sehr tanzbare Leadgitarre direkt zu Beginn, auch über die Vocals kann man nicht meckern, sei es nun Schrei- oder Klargesang, schließlich haben City Light Thief gleich drei Sänger am Start, von denen zwei sich allerdings noch Gitarre beziehungsweise Bass widmen. Der Refrain hebt den Song dann noch mal eine Stufe höher und wenn man sich mal genauer auf die Screams konzentriert, wird man sich ein begeistertes Grinsen auch nicht verkneifen können.

Songs wie "Circa Now" tendieren dann für den subjektiven Geschmack eine gute Spur zu sehr ins poppige. Die Gitarren nehmen zum Refrain hin zwar an Druck zu, aber das Hintergrundgejammer in den Strophen kann auch von den geilen Schreien im Refrain nicht aufgewogen werden. Dafür überzeugt aber ausgerechnet das finale und zweisprachige, nämlich in Deutsch und Englisch dargebotene "Punkt.Aus?Ende!", das mit ordentlich Wut im Bauch und Geschrei anfängt und sich dann nicht minder angepasst der deutschen Sprache bemächtigt - cool gemacht, auch wenn man das von dem Track erst gar nicht erwartet hätte.

Insgesamt haben City Light Thief einige gute Ideen wirklich geil umgesetzt, wenngleich der klare Gesang stellenweise doch etwas gewöhnungsbedürftig anmuten mag. Die Screams kriegen dann aber wieder ein paar Pluspunkte, die es schaffen, "Laviin" auf 6,5 Punkten festzunageln. Trotz der etwas zwiespältigen Meinung kann man sich auf den Nachfolger sicherlich freuen.

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