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CIRCLESQUARETRIANGLE: Kapsel

Klargesang ist hier ein No-Go
Wertung: 5,5/10
Genre: Mathcore, Jazzcore, Classic Rock
Spielzeit: 17:31
Release: 22.12.2017
Label: Midsummer Records

Einer Band mit dem Namen CIRCLESQUARETRIANGLE kann man sicherlich vieles vorwerfen, aber vermutlich keine Einfallslosigkeit. Wenn man dann noch weiß, dass die neue EP „Kapsel“ via Midsummer Records erscheint und es sich dabei um eine etwas schräge Mischung aus Mathcore, Jazzcore und Classic-Rock-Elementen handeln soll, ist die erste Neugierde schon geweckt.

Bereits 2013 und 2016 erschienen mit „Für Charlie“ und „Grendel“ zwei EPs, an eine Full-Length trauen sich die Sauerländer auch jetzt noch nicht; obwohl, die aktuelle EP erschien ja auch bereits Ende letzten Jahres, vielleicht sammeln die Jungs ja gerade ihren Mut zusammen. Übrigens ist die neue Scheiblette als Tape bei der Band erhältlich – wer kein Kassettendeck sein Eigen nennen kann, der muss mit der digitalen Variante Vorlieb nehmen.

Auf den ersten Blick, „Casabo“ betitelt, reihen sich die Jungs stilistisch erst mal ungefähr Richtung Todd Anderson oder Fjørt ein, heißt im Klartext: viel Geschrei, viel Geschepper, viel Experimental. Das könnte alles so schön sein, wenn nicht irgendwann der Klargesang einsetzen würde, der leider eher nasal-genervt daherkommt und nicht zur Bereicherung des Songs beiträgt, der sonst mit rockigen Gitarren und manischem Gekreische eigentlich ganz spannend daherkommt. Aber: Nicht verzagen, wir haben ja noch drei Songs vor uns.

„Liebezeit“ gerät dann titelgemäß zuerst mal etwas ruhiger, nach viel jazzigem Instrumentalgeplänkel springt der Sänger hervor wie Rumpelstilzchen, kreischt ein bisschen vor sich hin und wird dann erneut von Gitarren begleitet, die so auch in einer ordentlichen Rockband stattfinden könnten. Eine etwas gewöhnungsbedürftige, aber coole Kombination. „Inkubator“ verschwendet dann nicht mal viel Zeit mit einem Intro, sondern prescht gleich nach vorne, in seiner Ausrastermentalität (die vom Sänger wunderbar ausgelebt wird) immer ein bisschen gebremst durch Tempowechsel und verfrickelte Gitarrenarrangements. Dass dabei die Geduld des Hörers durchaus mal überstrapaziert werden kann, versteht sich wahrscheinlich von selbst. Es sei denn, man ist ein Fan überlanger Instrumentalpassagen.

Der Titeltrack spannt den Hörer dann nochmals auf die Folter, wird doch hier eine ganze Weile auf leicht heiserem, schrägem Gesang herumgeritten, bis das große Geschrei endlich seinen Weg in den Song findet – und gerade diese Schreipassagen sind es, die CIRCLESQUARETRIANGLE noch einige Zusatzpünktchen einbringen. Insgesamt ist die „Kapsel“-EP nämlich eher ein zweischneidiges Schwert, das vor allem durch den eingesetzten „Klargesang“ Federn lassen muss. So nistet sich die Truppe eher im Mittelfeld ein.

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