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Circle Of Silence: The Rise Of Resistance

Auch Genrefremde sollten hier mal reinhören
Wertung: 8,5/10
Genre: Power Metal, Progressive Metal
Spielzeit: 50:44
Release: 24.05.2013
Label: Massacre Records

Die Heilbronner Circle Of Silence haben mit ihrer letzten Scheibe „The Blackened Halo“ das geschafft, wovon ich nicht mal zu träumen wagte: eine eingefleischte Hardcorelerin mit Power Metal überzeugt. Und das auf ganzer Linie, so dass auch die Neuerscheinung „The Rise Of Resistance“ im Promo-Fach landen durfte.  

Nach dem damaligen spaßigen Auftritt auf dem Building A Force Festival in Bad Rappenau (wir berichteten) war „The Blackened Halo“ eigentlich keine große Überraschung: Die Energie der Bühne wurde auf CD gepresst (oder umgekehrt), das wurde mit 7,5 von zehn Zählern belohnt. Auf der neuen Platte gehen die Heilbronner wider alle Erwartungen wesentlich aggressiver zu Werke. Power und Progressive Metal sind noch immer die klar vorherrschenden Stile, aber nicht nur das Riffing, sondern auch Nicks Gesang haben an Intensität zugelegt.

Mit „Blood Enemies“ und dem Ausruf „This is the wake-up call – the rise of resistance!“ startet die Platte und eignet sich tatsächlich hervorragend als Wachmacher. Dynamisch galoppieren die Herren voran und bieten einen leicht pathetischen, aber schön ins Ohr gehenden Chorus an. „One Moment Of Hate“ wirbelt dann mit flirrenden Gitarrensoli durch die Boxen, parallel dazu wird wieder Doublebass im Hintergrund gezockt, die in krassem Kontrast zum klaren Refrain steht. Circle Of Silence scheinen diesmal tatsächlich wesentlich mehr Wut im Bauch zu haben als noch zu „Blackened Halo“-Zeiten – aber gut steht ihnen das allemal! Hier finden sich nämlich größtenteils noch die letzten i-Tüpfelchen, die man auf dem Vorgängeralbum vermisst hat.

Überraschend ist außerdem, wie schnell sich die Refraintexte ins Hirn brennen. Schon nach ein paar Umdrehungen kann man beim Mittelteil von „Mind Conspiracy“ so ziemlich Wort für Wort mitsingen (gleichzeitig wundert man sich ein bisschen über den murmeligen Anfang des Tracks), ohne dass hier viel mit abgedroschene Phrasen gespielt würde. Natürlich herrscht reichlich Pathos vor, aber auf eine sympathische Art und Weise und mit erfreulich wenig Fremdschäm-Potenzial.

Gerade in schnellen Tracks wie „The Final Chapter“ fällt stark auf, dass Circle Of Silence diesmal mit wesentlich mehr Dreck um sich werfen als beim Vorgänger. Nicks Stimme klingt fieser, die Produktion weist mehr Ecken und Kanten auf, als für eine Power-Metal-Produktion schicklich wäre – aber es passt vorne und hinten und macht mordsmäßig Laune. Da ist Mit-sich-selbst-Headbangen angesagt – live zieht garantiert so ziemlich jeder Track der Platte wie Hölle.

Insgesamt hängt hier fast so etwas wie ein Hauch von Thrash in der Luft, der der Musik der Heilbronner wahnsinnig gut steht. Im Vergleich zum ohnehin schon guten Vorgänger stellt „The Rise Of Resistance“ nochmals eine Verbesserung dar und weiß den Backkatalog der Truppe positiv aufzuwerten. Mit 8,5 Punkten dürfte sich hier die Frage erübrigen, ob die Scheibe auch für Genrefremde geeignet ist.

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