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Circle Of Silence: The Blackened Halo

So macht Power Metal Spaß!
Wertung: 7.5/10
Genre: Progressive Power Metal
Spielzeit: 48:50
Release: 29.04.2011
Label: Massacre Records

Wer meine Reviews kennt, der weiß, ich bin kein Freund von Power Metal. „Was macht die Tussi dann mit der neuen CD von Circle of Silence?“ ist eine völlig berechtigte Frage und sollte in angemessen entrüstetem Tonfall vorgetragen werden. Die Antwort ist einfach: Seit dem Building A Force Festival kann man mich gut und gerne als Fan der Combo bezeichnen. Soviel Spaß bei so wenigen Zuschauern zeigen die wenigsten Bands live. Das macht Eindruck, das bleibt im Gedächtnis und genau deswegen krallt man sich die neue Scheibe der Jungs.

Derer zwei haben sie in der Vergangenheit bereits veröffentlicht und nun folgt nach dem „Make it or break it“-Prinzip Album Nummer drei, „The Blackened Halo“. Man kann nur froh sein, dass sich das ursprüngliche Duo um Leadgitarrist Tobi und Tieftöner Björn zu einer ausgewachsenen Band gemausert hat – und mit Nick haben COS sogar einen Sänger in ihren Reihen, bei dem mir als Hardcore-Hörerin nicht sofort vor Schreck die Gehörgänge zuwachsen. Die Heilbronner haben im Gegensatz zu vielen anderen powermetallischen Kollegen den Dreh raus, wie man Stimmung macht, ohne zur Fun-Band zu verkommen, auch wenn Nicks Stimme live ein wenig besser rüberkommt als auf Platte. Das soll dem Spaß aber keinen Abbruch tun, schließlich sind die Herren wahre Entertainer, und so kann man sich auf „The Blackened Halo“ neben feinem Gesang vor allem an den Gitarrenexzessen von Tobi laben.

Ein paar progressive Gitarrenspielereien haben die Jungs auch eingebaut und in Soli wie bei „Never Forget“ zeigt sich dann auch das ganze Ausmaß dessen, was hier an Talent zugegen ist. Der Gesang erinnert ein bisschen an Fear Factorys Burton C. Bell zu „Archetype“-Zeiten, was natürlich gut zu der druckvollen Instrumentierung passt. Auch „Synthetic Sleep“, das schon live auf dem BAF überzeugen konnte, sichert der Platte einen lupenreinen Anspieltipp, zumal hier ein ordentliches Old-School-Feeling mitschwingt. Im Gegensatz dazu entwickelt sich das etwas schleppend beginnende „21 Grams“ trotz des eher ernsten Textes zu einem echten Ohrwurm – die nächsten paar Tage schwirrt einem der Refrain „21 grams between life and death“ im Kopf herum und kann so schnell nicht wieder abgeschüttelt werden.

Überhaupt ertappt man sich nach ein paar Durchläufen dabei, wie man die Melodiebögen bereits mitsummen kann. Das zeugt jetzt nicht unbedingt von komplexem Songwriting, macht aber umso mehr Spaß und liefert der Band gleichzeitig einen Garant dafür, dass die Fans die Songs relativ schnell verinnerlicht haben und live dazu abgehen können. Schade ist nur, dass der Bass sich produktionstechnisch ziemlich im Hintergrund hält – ein bisschen mehr aufgedreht, würde der Tieftöner den Songs sicherlich noch mehr Tiefe und Druck verleihen, aber auch so kann man über die Dynamik nicht meckern. Drummer Pit leistet durchweg ganze Arbeit, treibt die Songs schön voran und im Gegensatz zu vielen anderen Metalscheiben passen hier das Schlagzeug und die Gitarrenläufe hervorragend zusammen – bestes Beispiel hierfür ist das rasante „Reflections“, bei dem zwischendurch ordentlich geschreddert wird; ein schmerzender Nacken ist hier vorprogrammiert!

Mit „Until The Worlds Collide“ beschließen Circle Of Silence würdig ein wirklich gutes Power-Metal-Album. Einige Unstimmigkeiten, wie zum Beispiel der stellenweise in eine etwas störende Tonlage abrutschende Gesang, sollte die Band vielleicht noch beseitigen, aber dabei handelt es sich nur um Feinheiten, die bis zum nächsten Album sicherlich behoben sein werden. Wer die Möglichkeit hat, sich die Baden-Württemberger live anzuschauen, sollte die Chance auf jeden Fall wahrnehmen und Power-Metal-Fans dürften mit „The Blackened Halo“ ohnehin gut bedient sein.

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