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Circle Of Contempt: Artifacts In Motion

Progressive, Technical, Gigantic
Wertung: 9/10
Genre: Technical Metalcore
Spielzeit: 34:40
Release: 27.11.2009
Label: Sumerian Records

Was sich einst unter dem Namen Thrust Moment im Underground Finnlands und später dann auch in weiteren Staaten eine solide Fanbasis erspielt hat, ist heute bekannt als Circle Of Contempt, hat im Jahr 2009 bei Sumerian Records unterschrieben und im März, gerade nachdem man mit der High School abgeschlossen hatte, ein beeindruckendes Debüt-Album mit elf technischen Metalcoreknallern aufgenommen.

Dass aggressiver Metalcore nicht nur stumpfe Musik zum Prügeln ist, wie oftmals als Vorurteil behauptet wird, zeigen die vier Finnen erstklassig mit den ersten beiden Songs „Color Lines“ und „Nothing Imminent“, die beide mit hervorragenden, tragenden Riffs aufwarten, zu denen man sich problemlos fallen lassen und anschließend genießen kann – letzterer Song besticht sogar noch mit einem schicken Gitarrensolo. Allerdings kann zu diesen Songs auch astrein abgefeiert werden wie der Titeltrack „Artifacts In Motion“ zeigt, dessen Riffs gleichweise brutal wie harmonisch sind und leichte Hardcore-Einflüsse erahnen lassen. Circle Of Contempt verstehen es zudem ebenso, auch herrlichen klaren Gesang – wenn auch eher dezent und zurückhaltend – in ihre Songs mit einzubauen, was sie zunächst mit dem Stück „Concealed“ unter Beweis stellen.

Im Gegenzug dazu verzichtet der längste Track des Albums, „Prelude For The Implication“, komplett auf Vocals und stellt eines der besten Instrumentals dar, die ich jemals gehört habe. Harte, harmonische Riffs vereinen sich mit schiebenden Keyboard-Flächensounds und orchestralen Elementen, doch die Wucht des Songs wird erst durch das epische Drumming deutlich, welches hier sogar mit einer Melodie vertreten ist, die in etwa so klingt, als wäre sie auf Cowbells gespielt worden. Zu guter Letzt liefern Circle Of Contempt mit „Scour The Sharpside“ noch mal einen absoluten Hit, der mit sanften Pianoklängen eingeleitet wird, dann jedoch in einen brutalen Nackenbrecher mutiert, geschickte, nicht überreizte Breakdowns im Riffing verbirgt und letztendlich in einem melodischen Refrain explodiert, der an Epik kaum zu überbieten ist. Das neuartig und genial eingesetzte Keyboard passt perfekt zu den tragenden Riffs und den abwechselnd geschrienen und brillant klar gesungenen Vocals, die sicherlich ein jedem eine Gänsehaut verleihen.

Der Viererpack Circle Of Contempt kann sicherlich als einer DER Newcomer des Jahres 2009 gehandelt werden, Deathcore-, Metalcore und auch Hardcore-Fans werden ihre helle Freude an „Artifacts In Motion“ haben. Diese Formation lässt sich vermutlich am ehesten mit der Band Born Of Osiris vergleichen – Riffs, Drumming und Songwriting ähneln sich stark, allerdings wissen die Finnen die einzelnen Teile besser zu kombinieren und überzeugen vor allem hinsichtlich der Gitarrenarbeit und der Gesangsleistung um einiges mehr als ihre amerikanischen Kollegen.

Einziger Wermutstropfen ist die recht knappe Spielzeit von 34 Minuten – da hätte auch mehr kommen können - dafür hat man hier jedoch ein Coverartwork der Extraklasse, das keine Wünsche mehr offen lässt. „Artifacts In Motion“ ist ein Album, das nur gute Tracks beinhaltet und sich nicht einen schlechten Song leistet – wer sich das entgehen lässt, ist selber schuld.

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