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Circle of Bards: Tales

Geschichten um Drachen, Fabelwesen akustisch arrangiert
Wertung: 7/10
Genre: Folk
Spielzeit: 33:50
Release: 25.02.2011
Label: Electrum Production

Circle of Bards klingt nach einer Gruppe von Musikern, die sich aufmachen, die alten Weisen der keltischen Dichter und Sänger neu aufzunehmen. Umso erstaunlicher ist es, dass hinter dieser Band ein einzelner Musiker steht. Mariusz Migalka kommt aus Polen und hat Circle of Bards 2008 aus der Taufe gehoben.

Was aber tatsächlich der Vorahnung Recht gibt, ist, dass es sich um mittelalterlichen Folk handelt. Mariusz nutzt dazu vorrangig die englische Sprache. Nun aber nicht, wieder die Vorurteile auspackend, wie man meinen könnte, auch gälische Texte. Nein, er bringt auch zwei Songs in seiner Muttersprache vor. Polnische Barden? Das ist einmal etwas ganz anderes.

Selbstverständlich hört man dem Sänger den polnischen Akzent an, manche Wörter muss der Hörer wohl zweimal hören, um zu verstehen, was nun gemeint ist, was den Sänger aber durchweg sympathisch macht. Er hat eine samtweiche Stimme, die es ihm möglich macht, den Hörer direkt in seine Geschichten zu holen. Was erzählten die keltischen Dichter und Sänger im alten Irland und alten Schottland? Genau, exakt dasselbe, was uns Circle of Bards nun in 2011 erzählt - oder besser gesagt, in 2010 schon, denn die vorliegende Platte wurde in Polen schon im letzten Jahr veröffentlicht und viel im Radio gespielt. Ein paar Monate später ist es auch hier soweit.

Die „Tales“ beginnen mit einem herzlichen „Welcome“, der Hörer wird akustisch zu einer Reise in die Fantasiewelt abgeholt. Die Barden werden kurz vorgestellt. "Kurz" trifft es sehr gut, der Song ist, kaum hat er begonnen, schon zu Ende. Kurz ist auch das gesamte Album, welches gerade einmal auf 33 Minuten Spielzeit kommt. Aber das ist auch gut so, denn so schafft es Circle of Bards, nicht schnulzig zu wirken. „My Magic Song“, „Bridges We Shall Pass“ und „When The Bard Sings“ sind ruhige, erzählende Geschichten von Träumen, Sehnsüchten und Fabelwesen. „Czame Smoki“ (dt.: der schwarze Drache) ist die Geschichte um einen Drachen und auch, wenn der Hörer die polnische Sprache nicht versteht und es auch eher ungewöhnlich ist, polnischen Folk serviert zu bekommen, wirkt der Song einladend.

Mariusz Migalka hat sich für das Einspielen der Instrumente Gastmusiker an Bord geholt und sich mit dem gesamten Projekt sehr dezidiert auseinander gesetzt. Das Ergebnis weist zwar einerseits elf Songs auf, doch sind diese nicht allzu sehr zu unterscheiden, Melodie und Tonfolge weisen zu wenige Variationen auf.

Generell ist „Tales“ eine sehr ruhige, gut gemachte Geschichtensammlung. Alle Facetten der gälischen Dichtkunst werden behandelt, Drachen bekämpft, Träume gelebt und dies wird komplett akustisch untermalt. Nicht nur Gitarre und Bass finden sich, sondern auch Flöte und Percussion. Der einzig etwas flottere Song ist „Our Own Land“. Dieser Song ist wirklich gut aufgehoben zwischen Guinness und Cider.

Circle of Bards wird seine Anhänger finden, auch wenn das Album noch nicht der Superhit in der Szene rund um Blackmore's Night ist.

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