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Chthonian: The Preaching Of Hate Are Lord

Nett, aber eintönig
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 32:44
Release: 12.03.2010
Label: Woodcut Records

Die Band Chthonian ist mit ihrem neuem Album „The Preaching Of Hate Are Lord“ zurück und bereichern den Markt somit mit ihrer zweiten Scheibe aus dem fernen Finnland.

Das Wort „Chthonian“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen, was die umständliche Schreibweise erklärt, und bedeutet übersetzt „Die Unterwelt betreffend“. Nicht schwer zu erraten ist da, dass Chthonian sich dem Black Metal verschrieben haben. Bei „The Preaching Of Hate Are Lord“ ist aber durchaus auch ein Death-Metal-Einschlag herauszuhören, welcher diese Band von dem allgemeinen Black-Metal-Wust ein wenig abtrennt. Zu Chthonian sollte aber noch erwähnt werden, dass es sich bei dem Bandgründer und Sänger kurioserweise um Mathias Lillmåns handelt, den die meisten wohl aus seiner erfolgreichen Band Finntroll kennen dürften, die bekanntlich den Humppa-Folk-Metal zelebriert. Dieser Einfluss ist auf The Preaching Of Hate Are Lord“ aber nicht wahrzunehmen, was der Band als Vorteil anzurechnen ist, da ein Mischen von Humppa mit Black Metal wohl eher albern als authentisch ausgehen würde.

„The Preaching Of Hate Are Lord“ startet zunächst mit einem eher unvorteilhaften und undifferenzierbaren Geballer, bei dem der Hörer erst einmal gnadenlos zerhackstückt wird. Spätestens nach dem zweiten Lied haben sich Chthonian aber soweit gefangen, dass man durchaus das ein oder andere Liebhaberstück entdecken kann.

Coole, abwechslungsreiche Riffs zieren das Album genauso wie die geübten Scream-Vocals von Mathias Lillmån. Teilweise wird es sogar richtig groovy, wenn die Band wie zum Beispiel bei „Might Makes Right“ mit einem mitreißendem Rhythmus auftrumpft. Hier wird der Death Metal umso deutlicher und Chthonian beweisen dadurch ein gutes Händchen für Stil-Kombinationen. Generell wirkt das Album in sich sehr stimmig. Die Band neigt bei ihrer Musik aber eher zur Bodenständigkeit als zu großen Experimenten. Das Album wird dadurch nicht schlechter, aber vielleicht eine Spur zu unauffällig. Große Unterschiede hört man zwischen den einzelnen Liedern leider nicht heraus, obwohl sie alle ziemlich gut klingen. Bei den weiter oben bereits gedanklich durchgespielten Humppa-Möglichkeiten ist es vielleicht aber auch besser so, wenn Chthonian kein Floh von Experimenten ins Ohr gesetzt wird. Wer weiß, was dabei herum käme.

Zum Abschluss setzen die Finnen dann aber doch noch einen (kleinen) Punkt. Das Outro am Ende des letzten Songs fällt bei diesem Album recht ugewöhnlich aus. Hier darf man den Klängen eines besoffenen (?) Ziehharmonika-Spielers lauschen. Ein eher zweifelhaftes Vergnügen, das ziemlich zusammenhangslos wirkt. Der tiefere Sinn dieses Outros bleibt leider im Verborgenen und rückt das sonst so stimmige, dunkle Album in ein etwas skurriles Licht. 

Obwohl die Band einen Hang zu langen Titeln hat, die sich durch die gesamte Tracklist ziehen, ist die CD selber aber mit ihren rund 33 Minuten dann doch ziemlich kurz. Besonders in Kombination mit dem gleich bleibenden Sound des Albums ist die Scheibe daher gefühlt viel zu schnell durchgehört.

Da der Redaktion das erste Album der Band leider nicht vorlag, können abschließend leider keine Vergleiche gemacht oder Entwicklungen herausgestellt werden. „The Preaching Of Hate Are Lord“ ist einfach ein recht nettes Album, an dem man sich nicht weiter stört. Eine großartige Erwähnung wird es aber wahrscheinlich auch nicht geben.

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