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Christine Plays Viola: Innocent Awareness

Eine interssante Mischung aus Post-Punk, Dark Wave und Goth-Rock
Wertung: 8.5/10
Genre: Dark Wave/Goth-Rock
Spielzeit: 48:28
Release: 10.06.2011
Label: AF-Music

Christine Plays Viola sind ein Quartett aus Italien, die sich dem Goth-Rock mit Punk-Einflüssen verschrieben haben. Auf diversen Festivals konnte man sie schon bewundern und ihre Musik traf auf offene Ohren. Seit 2010 sind sie nun bei AF-Music unter Vertrag und veröffentlichen nun das Album „Innocent Awareness“.

Beginnend mit einem kleinen, kurzen Intro, welche wie Vogelgezwitscher klingt, geht es dann mit „Swallowed Cold Insanity“ in die Vollen. Denn schon hier gibt eine Vorschau, um was es bei Christine Plays Viola geht: um eine adäquate, kunstvolle Mischung verschiedener Genres des Gothic-Bereichs. Hier werden Elemente des Dark Wave, des Goth-Rock und Post-Punk ineinander verwoben, als wären sie eins. Es werden auch direkt Erinnerungen an The Fields of the Nephilim wach und hier liegt somit auch ein Schwachpunkt des Quartetts. Die Stimme des Sängers hat keine Nuancen, die ihn besonders hervorstechen lassen, der Wiedererkennungswert ist bei null. Die Stimme ist schön, keine Frage, sie ist gefühlvoll und passt hervorragend zu jedem einzelnen Song auf der Platte. Aber sie ist eben nicht einzigartig.

Zu dem dritten Song des Albums „Witch Of Silence“ existiert auch schon ein Musikvideo der Jungs. Musikalisch ist es der Song auf jeden Fall wert, ihn mehrere Male zu hören. Wie selbstverständlich ruft der Sound den Hörer zu sich, um ihn dann einzuweben, als wenn er einfach dazu gehört. Die Stimme hat beinahe hypnotische Eigenschaften und einzelne Töne geben das Seufzen an, welches man selber gerade von sich gibt. So schön ist dieser Song gemacht.

Der Titelsong „Innocent Awareness“ mixt dann noch eine große Portion elektronische Klänge mit hinein in diesen Soundteppich. Und auch wenn nun noch ein weiteres Genre hineingestickt wird, wird man dessen nicht überdrüssig. Die Violine allerdings sucht man dann doch vergebens. Die Stimme ist in diesem Song weitgehend in den Hintergrund gerutscht. Im Vordergrund ist und bleibt der satte Sound, der Mix der verschiedensten Stile. Ein Song für die ruhigen, dunklen Stunden unseres Daseins.

Insgesamt lässt sich einfach sagen, dass Christine Plays Viola es schaffen, den Hörer zu faszinieren. Ihnen gelingt es durch den Mix der Genres etwas Neues zu schaffen, was alle Fans des Goth-Rock, des Dark-Wave und des Post-Punk aufhorchen lässt, vielleicht auch vereint. Das ist auf den Festivals ja auch schon gelungen, wo die Band als Newcomer vor Leuten, die sie nicht einmal vom Namen her kannten, überzeugten. Was wirklich schade ist, ist die Tatsache, dass innerhalb der elf Songs so wenig Abwechslung vorhanden ist. Nein, es ist nicht so krass, dass, wenn man einen Song kennt, alle kennt. Aber nach den ersten fünf Songs kommt nichts wirklich Neues mehr. Die Konzentration lag eher auf der Kunst alles ineinander zu verflechten, als Abwechslung zu bieten. Das ist aber auch der einzige Abzug an diesem Album.

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