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Christ Agony: NocturN

Schwarzmetall aus Polen
Wertung: 7.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:36
Release: 03.10.2011
Label: Mystic Production

Wer sich ein bisschen im Bereich polnischen Black / Death Metal auskennt, der wird schon aufmerken, wenn er das Line-Up von Christ Agony liest. Zum ersten ist da Gitarrist und Schreihals Cezar, der mit den Bands Whispers und Moon noch die am wenigsten bekannten Bands aufweisen kann. Interessanter wir die Sache dann mit Reyash, der schon mit Supreme Lord, Profanum und den Szenegrößen Vader unterwegs war. Ähnlich verhält es sich mit dem Sessiondrummer der Band, Inferno. Dieser verprügelt nämlich eigentlich bei Behemoth die Trommelfelle. Der Live-Drummer Paul ist auch kein Unbekannter, er war auch schon bei Vader.

Genug der Beweihräucherung - mit „NocturN“ bringen die Polen bereits ihr achtes Werk auf den Markt. Grundlegend handelt es sich hierbei um gut produzierten Black Metal der hörbarren Art. Alle acht Songs sind anständig geschrieben und abwechslungsreich gehalten. Einen großen „Hit“ gibt es auf der Scheibe nicht, dafür einige wirklich eingängige und kraftvolle Stücke. 

Dabei entpuppt sich die Produktion als äußerst kraftvoll und gelungen. Neben einem sehr stimmigen Instrumentensound hat die Scheibe auch einen wirklich guten Klang im Bereich Gesang, beziehungsweise Geschrei. Cezar klingt wild und unberechenbar, was der Veröffentlichung Leben einhaucht. Die stellenweise gutturale Singweise spielt dabei sicherlich auch eine Rolle. Insgesamt betrachtet erschaffen Christ Agony ein beeindruckendes, beengendes und mächtiges Ambiente - beste Voraussetzung für eine gelungene Black-Metal-Veröffentlichung. 

Allein schon der Opener „Opus Sacrum / Reign Of Christ“ überzeugt durch heftiges Riffing und brutale Full Stops. Diese wechseln sich nahtlos mit Blast Parts ab, zu denen dann recht träger, mehrstimmiger Gesang ertönt. „Frozen Path Unholy Fire“ erhöht die Bandbreite der dargebotenen Musik. Hier ertönt depressiver und aggressiver Gesang zu fast schon doomigen Gitarennriffs, was dem Lied eine besondere, schwere Stimmung verleiht. 

Ganz dezent werden auch elektronische Sounds verwendet. Ein Beispiel hierfür ist der Titel „The Stigma Of Hell“. Die Keyboardpassagen liegen aber sehr weit im Hintergrund und man muss schon genau hinhören, dass man sie bewusst wahrnimmt. High-Speed-Geknüppel gibt es auf der Platte kaum bis verschwindend gering. Dafür erhält der Hörer jede Menge geile Riffs, und einen begnadeten Drummer.

„NocturN“ ist ein ausgereiftes, schwarzmetallisches Werk, das eigenständig und unabhängig daherkommt. Die Produktion ist sehr gelungen und auch über das Songwriting kann man nicht meckern. Einige Songs sind innovativ, die meisten halten sich aber an bewährte Strukturen. Das ist aber auch gar nicht verkehrt. Insgesamt kommt so eine dreiviertel Stunde düsterer Unterhaltung mit nicht so hohem Ohrwurmpotential aber interessanten Liedern zusammen. Anhänger der schwarzen Künste sollten hier einmal reinhören, es könnte sich für den einen oder anderen durchaus lohnen. 

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