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Children Of Bodom: Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth)

Definitiv eines der brauchbareren Best-Ofs
keine Wertung
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 78:40
Release: 18.05.2012
Label: Spinefarm Records / Universal

Ach Gott, Best-Ofs – damit ist es ja immer so eine Sache. Einerseits wird ihnen nachgesagt, sie seien ein guter Einstieg für den Neuling, der die entsprechende Combo bisher noch gar nicht oder wenig kannte, während Fans sich oftmals darüber mokieren, das sei doch bloß Abzocke seitens der Plattenfirma und/ oder der Band, um vor allem den Die-Hard-Fans, die sowieso alles kaufen, noch mal ein paar Taler aus dem Kreuz zu leiern.

Im vorliegenden Fall von Children Of Bodom wird es möglicherweise nicht so viel anders sein, zumal in Form zweier Coversongs noch zwei zuvor unveröffentlichte Bonustracks vorliegen, die ein echter Fan selbstverständlich auch haben will, dann aber eben für ein komplettes Album blechen muss – immerhin allerdings muss man „Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth)“ neben dem echt coolen Albumtitel (und dem ebenfalls sehr coolen Artwork) zugestehen, dass die Songauswahl wirklich gelungen und repräsentativ ist. Hier sind 18 absolute Volltreffer am Start und wenn man sieht, dass solche großartigen Ohrwürmer wie „Bodom After Midnight“, „Children Of Decadence“ oder „Bodom Beach Terror“ in der Auswahl dennoch nicht berücksichtigt wurden, wird einem umso klarer bewusst, was für eine Hitmaschine die Bande um Alexi Laiho ist. In Kombination mit dem sehr eigenständigen – und dadurch natürlich auch nicht unumstrittenen – Sound verwundert der kometenhafte Aufstieg der Suomi-Truppe daher nicht.

Eben weil die Bodom-Kinder inzwischen so groß geworden sind, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, wann es eine Greatest-Hits-Platte geben würde. Man war extra bemüht, alle Alben zu berücksichtigen, was dem Neueinsteiger einen ganz guten Überblick über das komplette Schaffen verschafft, auch wenn oben genannte Nummern dadurch außen vor bleiben mussten. Die meisten Songs (jeweils vier) stammen von „Are You Dead Yet?“ und „Hate Crew Deathroll“ und die meisten COB-Supporter sind auch der Ansicht, dass zumindest letztgenanntes das beste Album der Finnen sei – Alexi selbst übrigens ebenfalls. In jedem Fall kann man eigentlich nicht meckern, denn bei dem riesigen Hitfundus der Kapelle musste der ein oder andere Kracher nun einmal unter den Tisch fallen, auch wenn so mancher fragen wird: „Wie kann das nur fehlen?“.

Knaller wie „Needled 24/7“, „Downfall“, „Follow The Reaper“, „Sixpounder“, „Hate Me“, „Everytime I Die“, „Are You Dead Yet?“, „Blooddrunk“ oder „Angels Don’t Kill“ sind jedoch über jeden Zweifel erhaben und absolut unverzichtbar, da kann es keine zwei Meinungen geben. Was die beiden Cover angeht, so haben sich die fünf Rotzlöffel erneut nicht irgendwelche Standard-Metalnummern zum Nachspielen gekrallt, was sehr begrüßenswert ist. Stattdessen knöpfte man sich das Folk-Punk-Lied „We’re Shipping Up To Boston“ von den Dropkick Murphys sowie „Jessie’s Girl“ von Rick Springfield vor und präsentiert diese Stücke im typischen COB-Gewand – sicher nichts Besonderes, aber ganz nett; in die Tracklist fügen sich die Songs jedenfalls gut ein.

Auch auf die Gefahr hin, mich selbst aus meinem Review zu „Skeletons In The Closet“ zu zitieren: Insgesamt stellt das Teil eine hörenswerte Kompilation dar, die sich auf Partys mit reichlich Alkohol garantiert gut machen wird. Natürlich sind soundmäßig leichte Unterschiede zwischen den neueren und den ganz alten Songs zu hören, aber gravierend ist das in keinster Weise. Als zusätzlichen Kaufanreiz neben den Bonusnummern gibt es außerdem detaillierte Linernotes der Bandmitglieder und eine DVD, auf der eine 30-minütige Tourdokumentation und ein bis dato noch nicht veröffentlichter Videoclip zu „Shovel Knockout“ vom aktuellen Album „Relentless Reckless Forever“ zu finden sind. So steht es zumindest im Infozettel, leider waren diese zusätzlichen Bonbons, die eigentlich interessanter als die CD selbst sind, nicht in der Promoversion enthalten.  

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