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Chicks With Guns: On Your Mind

Etwas zu weichgespült, aber nicht schlecht für eine Debüt-EP
Wertung: 6/10
Genre: Sleaze Rock
Spielzeit: 14:44
Release: 03.12.2008
Label: Red Pulse Records

Auch wenn sich diese Band „Chicks With Guns“ nennt – Frauen sind darin nicht anzutreffen. Das sei schon mal allen gesagt, die bereits mit hechelnder Zunge die neuen Crucified Barbara erwarten. Vielmehr nannte sich das Quartett so, weil die Mitglieder ein recht mädchenhaftes Aussehen haben, was wiederum darauf schließen lässt, dass die Combo sich nicht so wahnsinnig bierernst nimmt.

Der Bandname lässt des Weiteren die Vermutung aufkeimen, dass es sich hier um irgendeine Form von Rotz- oder Sleaze-Rock handelt und siehe da: Die vier Schweden versuchen tatsächlich, ihren Landsleuten von Hardcore Superstar, The Hellacopters oder den Backyard Babies nachzueifern, wenngleich man allerdings etwas softer agiert.

So bin ich denn auch ein wenig hin- und hergerissen, was die Beurteilung des ersten Lebenszeichens der Band angeht. Einerseits beweisen die Jungspunde bereits mit dieser vier Tracks starken EP, dass sie durchaus ein Händchen für eingängige, mitsingkompatible Refrains haben, wie man anhand von Songs wie dem Opener „Love At First Sight“ (extrem ausgelutschter Titel), „Bullshit Boulevard“ (geiler Titel) unzweifelhaft erkennen kann. Spielen können sie auch – die Gitarrensoli sind hörenswert, einige hübsche Harmonien sind dabei, die Breaks sitzen und der ein wenig an Tom Petty erinnernde Sänger Karl-Wilhelm Arvidsson hat erkennbar Talent, könnte allerdings auch noch etwas mehr Power an den Tag legen.

Auf der anderen Seite jedoch könnte das Ganze etwas mehr Pep und Druck vertragen. Die originellste Mucke machen die „Mädels“ mit den Knarren ohnehin nicht unbedingt, diesen Makel hätten sie aber wohl einigermaßen ausgleichen können, indem sie zumindest ein bisschen mehr Rotz und Dreck in ihren Sound integriert hätten und vielleicht etwas punkiger agieren würden; so wie oben genannte Bands oder die frühen Guns ’N Roses beispielsweise. Ein bisschen weichgespült und zu brav klingt das Ganze dann eben doch und die beiden letzten Songs „On Your Mind“ und „Love Is A Game“ (ein weiterer, ziemlich ausgelutschter Titel) plätschern doch recht ermüdend vor sich hin. Hin und wieder mal die ein oder andere Uptempo-Passage wäre nicht schlecht gewesen und hätte das Gesamtbild definitiv abwechslungsreicher und authentischer erscheinen lassen. Unterm Strich stehen also zwei Songs mit guten Ansätzen zwei eher mauen 08/15-Stücken gegenüber, die wenig mitreißen und wie schon hundertmal gehört klingen.

So bleibt als Fazit nur zu ziehen, dass wir es hier mit einer Band zu tun haben, die in dem, was sie tut, sicherlich nicht schlecht ist und aufgrund der Tatsache, dass es sich wie erwähnt um eine Debüt-EP handelt, ist natürlich Steigerungspotential vorhanden, aber Chicks With Guns täten gut daran – das Wortspiel sei mir verziehen –, bei der nächsten Platte mit ein bisschen mehr Eiern zur Sache zu gehen. 

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