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ChickPeace: Tide & Pride

Klein - aber verdammt fein!
Wertung: 9/10
Genre: Pop/Rock/Funk
Spielzeit: 11:04
Release: 11.04.2014
Label: Sonic Revolution

Pop? Rock? Funk? "Tide & Pride", nach ihrem Debütalbum die zweite Veröffentlichung der Schweizer Band ChickPeace, soll und will ein bisschen von allem sein. Herausgekommen ist eine sehr gefühlvolle Platte, die trotz ihrer Eingängigkeit die versprochenen Funkelemente nicht vermissen lässt und den Hörer sanft aber bestimmt in ihren Bann zieht.

Der Beginn ist ruhig. Ganz langsam tasten sich ChickPeace hier mit einem sanften Akustikgitarrenintro an den Hörer heran, bevor sich nacheinander Sängerin, Drummer und Bassist vorstellen. Im Zentrum steht dabei aber immer der nachdenklich vorgetragene Text, den die anderen Instrumente dezent und songdienlich untermalen, bis der Rahmen schlussendlich per Gitarren-Outro angemessen geschlossen wird.

Mit „Tacky Town“ präsentieren die Eidgenossen anschließend eine nachdenkliche Midtempo-Ballade, die, ähnlich wie der Opener, mit nettem und auf hohem Niveau vorgetragenen Text zu überzeugen weiß. Unterstützt wird die Vokalistin hierbei von einem drückenden Bass und vielen kleinen Gitarrenfills.

Zum Abschluss der EP stellen die Schweizer mit „Switch Back“ dann noch klar, dass neben dem zuvor unter Beweis gestellten Gefühl auch noch eine ganze Menge Energie und Spielfreude in ihnen steckt. Wem die Funkelemente bis jetzt noch nicht aufgefallen sind, der wird spätestens hier fündig. Dabei flippt die Nummer zwar nie aus, macht aber ordentlich Spaß, bietet jedem der vier Musiker genügend Raum, sein Können unter Beweis zu stellen und bildet einen mehr als gelungenen Abschluss, der einem sich stetig steigernden Album die Krone aufsetzt.

Für klare Höhepunkte ist auf dieser Platte kein Platz. Jeder der drei Songs besitzt seinen eigenen Charme. „Suddenly“ als gefühlvolle und nachdenklich Ballade, „Tacky Town“ als eingängige Midtempo-Nummer mit feiner Gitarrenarbeit und „Switch Back“ als funkiger und energiegeladener Abschluss mit eingängiger Hookline. Von Song zu Song ist dabei jeweils eine klare Steigerung der Intensität zu erkennen, die den Hörer bei der Stange hält und die ohnehin schon geringe Spielzeit noch kürzer erscheinen lässt.

Trotz zahlreicher anderer Einflüsse und der eben beschriebenen Steigerung ist das Album allerdings insgesamt sehr poppig geprägt. Mit "Tide & Pride" tut das Schweizer Quartett somit niemandem weh und erfindet auch das Rad nicht neu, überzeugt jedoch mit eingängigem und trotzdem abwechslungsreichem Songwriting. Besonders hervorzuheben sind hierbei, neben der guten Produktion und der mehr als souveränen Arbeit der Instrumentalisten, vor allem die abwechslungsreichen und gefühlvollen Vocals.

Insgesamt haben ChickPeace mit ihrer neuen EP also ein rundes und absolut gelungenes kleines Schätzchen geschaffen, das großes Potential beweist und Lust auf mehr macht. Um es mit den Worten von Frontlady Kelly-Anne Sutter zu sagen: "The future is looking sweet!"

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