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Cheap Trick: Rockford

Überzeugt musikalisch
Wertung: 8/10
Genre: Pop Rock
Spielzeit: 41:22
Release: 23.06.2006
Label: Steamhammer/SPV

Seit mittlerweile über 30 Jahren im Rockgeschäft tätig und noch lange kein Ende in Sicht. Das aus Rockford im US-Bundesstaat Illinois stammende Quartett Cheap Trick formierte sich seinerzeit im Jahre 1973 und begann vier Jahre später mit dem selbstbetitelten Debütwerk ihren erfolgreichen Einstieg in den hiesigen Rockolymp. Daran mag insbesondere die Tatsache nicht gänzlich unschuldig sein, dass sich auf jenem Frühwerk auch der potenziell größte Singel-Erfolg der Band befand: “I Want You To Want Me“. Eine Hymne und Meilenstein, der auch heute noch sehr regelmäßig und gerne in diversen Medienpräsentationen angeklungen, gewünscht und gespielt wird.

Ferner machten sich die Manen um Gitarrist und Sänger Robin Zander einen Namen als authentische und feurige Live-Combo, die fast schon spielend-routiniert ihr Publikum bis zur vollkommen Erschöpfung antreiben konnte, nur um letzten Endes nochmals einen drauf zu setzen. Kein Wunder also, dass m.u. so hochkarätige Acts wie Queen, Kiss, The Kings und Santana gerne auf die quirligen (aber immer bodenständigen) „Big-Smile-Boys“ zurückgriffen, um sie als Vorgruppe für sich zu engagieren.

Aber auch ohne die Unterstützung anderer machte sich der bandeigene Erfolg immer größer und bemerkbarer. So zählt beispielsweise bis heute Japan zu dem kommerziell erfolgreichsten Land der Gruppe, was den reinen Plattenverkauf anbelangt (kein Wunder, dass dort seinerzeit die umjubelte Live-CD “Live At Budokan“ im Jahre 1979 aufgenommen wurde). Aber auch sonst ist die allgemeine Bilanz von unzähligen Top 40 – Hits weltweit und 17 regulären Studioalben (wovon sechs sogar mir Platin ausgezeichnet wurden) eine beeindruckende Resonanz, die man in keinem Falle unterschlagen sollte.

Nun aber flugs zurück zur Gegenwart: Auch zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Doppel - Best of – CD Compilation “Essential Cheap Trick“, ist man nicht müde geworden und setzt erneut zum großen Durchmarsch an. “Rockford“, wurde nach der Gründungsstätte der hier anwesenden Altherrenriege benannt. Enthalten sind nunmehr insgesamt zwölf Tracks dieser Altmeister, die zwar auch weiterhin ihren musikalischen Wurzeln treu bleiben, aber ebenso nicht die Technik der hiesigen Moderne scheuen und daraus einen ungemein spritzigen (sowie sehr eingängigen) Sound kreieren.

Einen kleinen Vorgeschmack bezüglich ihrer ungebrochenen Spielfreude, stellt hierbei u.a. die exzellente Vorab-Single-Auskopplung “Perfect Stranger“ dar. Der Song ist eine herrlich treibende und sommerlich leichtfüßige Rocknummer, mit schönen Hooklines und klassischen Gitarreneinsätzen. Die Gesangsstimme von Robert Zander klingt auch nach all den vielen Jahren im Rockbusiness noch immer wie frisch geschmiert und überzeugt auf hohem Niveau, ohne jemals pathetisch zu wirken. Hingegen ist der Eröffnungstitel – der gerade einmal zwei Minuten kurze “Welcome To The World“ – eine jener erfreulichen Retro-Nummern wie aus dem Lehrbuch: Eine musikalische Quintessenz aus Tradition und rebellischer Moderne geben sich hier ein Stelldichein und beweisen, dass auch heute noch die Verquickung von dominierenden Synthesizer-Samples und Pop-Rock Elementen durchaus noch hervorragend funktionieren (und dementsprechend klingen) kann.

Nach dem etwas relaxten (aber ebenso guten) “If It Takes A Lifetime“, beweisen die werten Herrschaften mit “Come On, Come On, Come On“, dass es auch ganz ohne Popsubstanzen geht und präsentieren eine lupenreine Rocknummer im klassischen Cheap Trick – Stil. “O Claire“ scheint wohl eine kleine – aber durchaus sehr bewusste – Remisenz an die unsterblichen Beatles darzustellen und offenbart zugleich eindrucksvoll das musikalische Können und Feingespür der alten Recken. “This Time You Got It“ und “Give It Away“ suhlen derweil in reinen und kultigen Retro-Rock-Sounds, bevor man danach bei “One More“ zur ultimativen Groove-Kapelle mutiert. Etwas musikalische Entspannung gönnt man sich verdienterweise beim atmosphärisch warmherzigen “All Those Years“, um dann zum Schluß nochmals etwas aggressiver bei “Decaf“ das Ende des Albums einzuläuten.

Fazit: “Rockford“ überzeugt musikalisch vor allem sehr deutlich durch den bandinternen Spirit und die dargebotene Lebensfreude am Musik machen. Sicherlich kein Album zum Headbangen und Pogo tanzen (und ebensowenig für philosophische Tiefgründigkeit), aber dafür umso besser geeignet, um sich die nötige gute Laune für einen langen und harten (Arbeits-)Tag anzueignen. Respekt!

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