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Chapel Of Disease: Summoning Black Gods

Ein Muss für Old-School-Death-Metaller
Wertung: 8,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:50
Release: 07.12.2012
Label: FDA Rekotz

Hier wird nicht gefackelt, sondern geklotzt – gemeint ist der Werdegang der Kölner Old-School-Deather Chapel Of Disease. Knapp ein Jahr ist es her, da haben sie mit „Death Evoked“ ihre erste Demo an den Start gebracht, die dann ruckzuck ausverkauft war, handelte es sich dabei auch um auf 166 Stück limitierte Tapes. Wesentlich mehr Fans konnten sie dann mit der Split-7“ „Chapel Of A Lifeless Cult“ erreichen, eine Single, die sie sich noch als Appetithappen und quasi als Vorabtest mit den Dortmunder Deathern Lifeless teilten. Mit „Summoning Black Gods“ liegt also das Debüt der Kölner vor, bei dem sich dann nicht nur alle bisher veröffentlichten vier Songs wiederfinden, sondern das Ganze wurde dann durch weitere vier Songs ergänzt, die es zusammen auf eine Spielzeit von fast 45 Minuten bringen.

Geboten wir acht Mal fett old-schooliger Death Metal, der sich irgendwo zwischen Asphyx und Morgoth breit macht, wobei sich stimmlich Gitarrist und Frontmann Laurent ganz gerne in der Nähe von Martin van Drunen einrichtet, immer schön ein heiseres, tiefes, mit leicht schwarzmetallischem Hauch geprägtes Geröchel, ohne dieses lästige hysterische Kreischen, wobei hier die Produktion voll zum Tragen kommt, liegt doch auf dem Gesang ein passender Hall, der dem Ganzen einfach mehr Tiefe verleiht. Beim Intro scheint der Halleffekt ebenfalls verwendet worden zu sein, was hier für einige Sequenzen zur kurzzeitigen Irritation führt, sich aber im Gesamtkonzept dann doch stimmig einbettet.

Und auch bei der instrumentalen Arbeit liegt die Produktion im absolut grünen Bereich: Schön trocken, schön Old School und auch für die Ohren von 2013 zugelassen, denn was die jungen Burschen aus der Domstadt nämlich ebenfalls in die Waagschale werfen können, sind einfach ausgereifte Songs, die trotz der manchmal ausgedehnteren Spielzeit entsprechend auf den Punkt kommen. Da werden die ersten beiden Tracks „Summoning Black Gods“ und „Descend To The Tomb“ stellvertretend und beispielsweise noch mit eher schleppendem Tempo aufgebaut, doch auch hier schwingt die voranpreschende Death-Keule, wobei Chapel Of Disease immer wieder geschickt das Tempo variieren und so den Spaß an den Nackenbrechern erstaunlich hoch halten.

Natürlich, Innovation hört sich anders an, denn irgendwelche modischen Accessoires sind hier nicht zu finden, vielleicht mit einiger Fantasie beim Ende von „Hymns Of The New Land“, wo man schon für einige Bruchteile einen kölschen Karnevalsklüngel in Form eines gitarresken „Tata Tata“ heraushören könnte. Das war es aber auch schon mit lustig.

Chapel Of Disease bestätigen alle Vorschusslorbeeren, die sie sich wegen der ersten beiden Releases ergattern konnten, mehr als mühelos. Nicht nur, dass die Songs aus allen Notenblättern heraus pures Old-School-Feeling verspritzen, dazu kommt dann stilecht auch, dass das Label sich nicht lumpen ließ, gleich auch eine Vinylausgabe (jeweils limitiert in blau, weiß oder schwarz) herauszuhauen, wobei die Die-Hard-Version inklusive Patch und Poster schon lange vergriffen ist. Old-School-Death-Metal-Fans holen sich nicht nur mit „Summoning Black Gods“ ein prächtiges Album ins Haus, vielmehr scheint auch die „Es geht, doch, lieber Underground“-Atmosphäre mit durch.

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