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Chapeau Claqué: Fabelweiss

"Hilf Mir...."
Wertung: 3/10
Genre: Pop
Spielzeit: 42:57
Release: 10.10.2008
Label: 1st Decade

Bevor ich anfing dieses Review zu schreiben informierte ich mich etwas über die Band und stieß dabei auf ältere CD-Titel wie „Marienkäfer Im Nacken“ oder „Blütentraumromanzen“ – daraufhin überprüfte ich schnell mal die Tracklist der mir vorliegenden CD und entdeckte dabei ebenfalls auf reichliche obskure Song-Titel wie „Weißer Zimt Auf Goldene Vögel“. Nach einem anfänglichen Grinsen schmettern mir in Gedanken nun jedoch schon Rammstein-Riffs zu „HILF MIR“ durch den Kopf..

Naja. Da muss man durch, schauen bzw. hören wir doch mal was uns hier so geboten wird nebst amüsanten Liederbetitelungen. Der Opener „Unsere Liebe – Ein Storch“ klingt recht beschaulich, sanft auf Deutsch gesungener Text, nette E-Piano-Melodien, ein dezenter Schlagzeugbeat, hin und wieder auch mal einige Gitarren-Akkorde nicht zu vergessen. Sehr leicht zugänglicher Stoff, sehr Harmonie- und Melodie-betont, könnte eigentlich auch eine Kinder-CD sein.

Im weiteren Verlauf des Albums „Fabelweiss“ werden noch viele balladeskere Stücke dargeboten wie etwa „Das Karussell“, welches von schönen Streichern und einem hübschen Pianolauf angetrieben wird. Einige Lieder sind allerdings leider auch einfach zu minimal gehalten, wie etwa „25°C Im November“, auch wenn später mehrere Stimme gleichzeitig (schief) singen - sicherlich, auch das Drumming darf bei solcher Musik nicht zu wuchtig sein sondern sollte eher dezent im Hintergrund erklingen, aber manchmal wird man hier allerdings leider an unglückselige Drum-Computer des letzten Jahrhunderts erinnert.

Chapeau Claque kann man sich am besten als Silbermond aus dem Altenheim vorstellen – eben ruhig, beschaulich, idyllisch, langsam, keine E-Gitarren und in etwa die gleiche Stimmlage wie bei Silbermond. Zweifelsohne kann die Songwriterin „Mademoiselle Chapeau“ auch sehr gut singen, schade ist meiner Meinung aber dass die Musik so wenig Power aufbringt. Mit diesem Talent könnte man einiges mehr erreichen als eine mittelmäßige CD, die zwar mit einigen äußerst netten Melodien aufwartet, sonst aber kaum Pepp hat.

„Fabelweiss“ ist ein leicht zugängliches Album, das mir persönlich schon zu glatt ist – jeder der es aber gerne ziemlich ruhig bzw. harmonisch hat und schönen Frauengesang á la Silbermond mag, könnte in die CD gefahrlos reinhören – einigermaßen abwechslungsreich sind die 13 Songs des Albums auch, also wird sich schon für jeden, der die eben genannten Voraussetzungen erfüllt, das ein oder andere brauchbare Stück finden.

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