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Chaosweaver: Puppetmaster Of Pandemonium

Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal besser. Potential ist vorhanden.
Wertung: 6/10
Genre: Weird Industrial Black Metal
Spielzeit: 48:33
Release: 20.06.2008
Label: Shadow World Records

Die Finnen Chaosweaver haben sich im Jahre 2004 gegründet und lagen seither nicht wirklich auf der faulen Haut! Nach ersten Gehversuchen veröffentlichte man 2 Jahre später mit „Weaving The Chaos“ das erste Demo und bereits im Folgejahr folgte das 3-Track Demo „Cult Of The Buried Serpent“, das dem Septett einen Vertrag bei Shadow World Records einbrachte! Und nun – Anno 2008 – liegt mit „Puppetmaster Of Pandemonium“ das erste Debutalbum fertig bereit veröffentlicht zu werden.

Dabei wird das Motto dieser Langrille wohl lauten: „Love it or hate it“, denn die darauf enthaltene Musik ist nicht wirklich jedermanns Sache. Auf Metal-archives wird der Stil munter als Black Death Metal bezeichnet, wobei der dafür verantwortliche Autor es sich wirklich einfach gemacht hat. Nunja, musikalisch verbinden die Finnen hier Elemente aus den Bands Samael, The Kovenant und Ram-Zet, wobei die weirden Momente vor allem an die beiden letztgenannten Bands erinnern lassen. Weird Industrial Black Metal würde somit besser passen, auch wenn diese Einordnung sicherlich auch viele Fragezeichen über den Köpfen entstehen lassen dürfte.

Originell sind Chaosweaver somit auf alle Fälle, aber dafür auch oftmals abstrus und verwirrend, aber ich denke, wenn man Wahnsinn versucht, zu vertonen, kann nichts straightes oder stumpfsinniges wie Six Feet Under dabei herauskommen.

Ob mit dem im Titel enthaltenen „Pandemonium“ nun die Hauptstadt der Hölle nach John Milton´s Buch „Paradise Lost“ oder die griechische Bezeichnung für kleiner Dämon gemeint ist, bleibt fraglich, aber wenn man sich als Puppenmaster des Pandemonium bezeichnet, kann dies nur von Größenwahn zeugen, zumal der Song „White Noise“ im Text die Passage „Set, the lord of Pandæmonia“ enthält, womit ich eher auf ersteres tippe. Irgendwie erinnern mich die Texte ein wenig an Cradle Of Filth, wobei man qualitativ noch lange nicht an die Briten heranreicht.

Musikalisch orientiert man sich, wie bereits oben erwähnt, an Acts wie Samael, The Kovenant und Ram-Zet; man zeigt sich deutlich industriallastiger und auch sehr brachial und steril. Naja, mit einem zugedrückten Auge könnte man auch stellenweise Cradle Of Filth erkennen, aber diese Elemente sind nicht wirklich dominant.

Das größte Problem bei der Musik von Chaosweaver ist auf alle Fälle der komplexe Aufbau eines jeden Songs, wobei ja bei vielen Bands wie z.B. Opeth, Kalmah, Ayreon oder eben Cradle Of Filth auch sehr gut klappt, aber bei den Finnen hier nicht oft gelingen will. So gibt es zwar viele herausragende und starke Momente, aber nur wenige Stücke an sich, die man im Ganzen hervorheben könnte. „Angel“ wäre hier ein positives Beispiel oder auch das bereits vorhin erwähnte „White Noise“. Auch „Horned Serpent“ gehört zur oberen Hälfte.

Meistens aber verliert man sich in irgendwelchen wirren Elementen, die nicht wirklich stimmungsfördernd sind, sondern die kranke Atmosphäre eher sogar stören, da ein zu abrupter Wechsel auftritt.

Fazit: Fans von oben genannten Bands werden nur bedingt bedient, da man zwar mit viel Eifer und Mühe in die Fußstapfen zu treten versucht, dabei aber häufig zu konstruiert klingt. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal besser. Potenzial hat die Band auf alle Fälle!

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