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Changer: Breed The Lies

Nur bedingt begeisternd
Wertung: 5.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 19:15
Release: 03.07.2006
Label: Eigenproduktion

Changer sind neben Solstafir eine weitere interessante Band aus der Insel der Gegensätze aus dem Nordatlantik. Die Musik der Isländer wird auf der Presseinfo beschrieben als „Icelandic Extreme Metal“ – und das ist durchaus zutreffend. Ich würde aber einen Schritt weitergehen und das Material als Death Metal bezeichnen, der stellenweise einen gehörigen Groovefaktor aufweist.

Die hier vorliegende EP „Breed The Lies“ ist das vierte Werk der 5 Musiker. Die 4 Songs zeugen davon, wie unheimlich ambitioniert die Musiker an ihren Instrumenten zu Werke gehen. Da sitzt z.B. Kristján an den Drums und leistet an seinem Posten eine echt tadellose Arbeit. Egal, ob es sich dabei um Doublebassgewitter, progressiv angehauchte Parts oder auch um die ruhigeren Stellen handelt, in denen er filigranere Parts spielt, siehe als Beispiel der Beginn von „Path Of Anguish“.

Oder die Bass- und Gitarrenfraktion, die von Gisli, Johann und Fannar gestellt wird: Alles, was die drei hier fabrizieren, fügt sich wunderbar in das instrumentale Gesamtkonzept der Changer-Songs ein und ergeben somit ein an sich (ein-)druckvolles Ganzes.

Mit „an sich“ komme ich auf den Frontmann der Band zu sprechen, der diesen eigentlich guten Eindruck, den ich von der Band habe, leider zunichte macht. Sänger Egill hat ein zwar nicht 08/15-mäßiges Organ, das er aber zu allem Übel während der 4 Songs niemals variieren lässt. Da können leider auch die in etwas höheren Tonlagen hier und da eingestreuten Backing Vocals von Bassist Gisli nichts mehr retten.

Und so passiert es leider, dass sich schon ab der Hälfte von „Recaptured Sanity“ ein gewisser und im weiteren Verlauf immer stärker werdender Monotonie-Faktor einstellt. Vielleicht kann man aus den Kritikpunkten lernen … wer weiss, vielleicht probiert man es ja mal mit Gisli am Mikro … seine Stimme passt meinen Ohren um einiges besser zu dem Gesamtsound …

Produziert wurde diese EP von niemand Geringerem als Tue Madsen in den Antfarm Studios. Er hat wieder mal gute Arbeit geleistet, denn die Instrumente kommen echt gut zur Geltung. Auf den Gesang bin ich oben schon genug eingegangen. Den deutlichen Punktabzug muss ich leider für den Gesang geben …

Fazit: Changer könnten Probleme bekommen, eine breitere Fanbase aufzubauen, falls viele Hörer meine Meinung bezüglich der Stimme des Frontmannes teilen sollten. Aber es führt kein Weg vorbei an den sehr guten Gitarristen, dem Bassisten und an dem perfekt aufspielenden Drummer, die ein dickes Lob verdienen!

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