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Chainreactor: Insomniac

Schlaflos, aber überhaupt nicht kraftlos
Wertung: 7.5/10
Genre: Industrial, Techno
Spielzeit: 63:23
Release: 01.04.2011
Label: ProNoize

Die Ein-Mann-Bands im Bereich Industrial/EBM schießen seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden. Da ist es nicht leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen. So fällt es bei Chainreactor nicht wirklich schwer, das musikalische Potenzial zu erkennen.

Hinter diesem Projekt steckt der Düsseldorfer Jens Minor, der bis 2008 unter dem Pseudonym Spawn Of Anguish einige Stücke auf Compilations veröffentlichte. Im Jahr 2009 brachte er sein Debütalbum „X-tinction“ mit dem aktuellen Bandnamen Chainreactor heraus. Vor seinem Erfolg experimentierte er mit anderen Musikgenres wie Elektro, Techno, Gabber, Hardtechno, Drum'n'Bass und Hardcore. Mit einer gelungenen Kombination hantiert er nun heute.

Der Name der Band hat metaphorischen Charakter, denn eine Kettenreaktion beim Hörer ist garantiert: erst hören, dann toll finden und schlussendlich tanzen.

Sein brandheißes neues Album „Insomniac“ ist very harsh, kraftvoller und abwechslungsreicher als das Debüt. Er verwendet punktiert Sprachfetzen aus Horrorfilmen und setzt somit kleine Highlights, die dem Ganzen Würze und Stoff zum Nachdenken verleihen. Das Album wird dazu noch mit Remixen namenhafter Bands wie Incubite oder [x]-Rx bereichert.

Das Cover ist leider etwas ausdruckslos und verführt somit einen potenziellen neuen Hörer nicht unbedingt zum Spontankauf.

Gleich anfangs wird man vom „Störfaktor“ in seiner Ruhe im Alltag geweckt und auf die Tanzfläche gebeten. Ironisch und auf humoristische Weise wird hier klar gemacht, dass Jedermann „Störgeräusche“ als Musik auf einem Synthesizer zusammenwerfen kann und sich dann Musiker nennen könnte. Ein wahnwitziger Dialog und kraftvoll tanzbar.

Auch aktuelle Themen, die die Welt bewegen, hat Jens in seinem Album behandelt. So ist der Song „Der wahre Alptraum“ ein Appell an die möglichen Fehler, die ein Kernreaktor in einem Atomkraftwerk verursachen können. Die Aussage „Ein Reaktor macht keine Fehler, nur Menschen machen welche“ ist hier zwar im eigentlichen Sinn richtig, doch seit der Atomkatastrophe jüngst in Japan, wissen wir, dass Mensch und Maschine zusammengehören und zusammen nicht fehlerlos sind.

Weiter geht es mit dem Krachersong „Steigleitung trocken“, der einfach einen fantastischen Rhythmus hat und dadurch zum Stomper wird. Hier hört man noch Jens' vergangene Passion zum Techno zum Ende hin stark heraus. Doch das macht den Song erst interessant

Ganz anders kommt dann der Song „Misanthrop“ daher. Er ist langsamer, melodischer und traurig wirkend durch seine Lyrics. „Ich bin der Erde überdrüssig [...]“, singt Jens hier mit einer leichten Vocoderstimme. Leider ist dies der einzige wirklich andersartige Song auf diesem Album, was deutlichen Punktabzug gibt.

Die vier Remixes sind ganz gut gelungen, bringen jedoch nicht unbedingt mehr Frische oder Abwechslung in die Scheibe.

Alles in allem ist das zweite Album von Chainreactor durchaus hörenswert und überaus tanzbar. Die anfangs genannte Kettenreaktion beim Hörer erfolgt ohne Zweifel. Für Clubs ist diese Scheibe besser geeignet, da man nach einigen preschenden Songs aus den heimischen Boxen, die bei voller Lautstärke quellen, einen Rappel bekommt.

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