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CHAEDRIST: Grandevality

Überraschend frisch und abwechslungsreich!
Wertung: 8/10
Genre: Extreme Metal
Spielzeit: 38:25
Release: 31.01.2015
Label: Eigenproduktion

Freitagmorgen, acht Uhr. Die Augen schlafverklebt, gönnt man sich die erste CD des Tages. Zum Wachwerden brauch’s da schon etwas mehr als den üblichen Oi-Punk oder Stoner Metal, also kramt man die neue CHAEDRIST-Platte aus dem stetig wachsenden Promo-Stapel heraus, denn laut Begleitschreiben handelt es sich hierbei um „Extreme Metal“. Was könnte besser den Schlaf aus Augen, Hirn und Ohren vertreiben?!

CHAEDRIST kommen aus dem Großraum München und gehören zu den illustren Duos, die sich mit etwas Geheimnisvollem umgeben (wollen). Thematisch beschäftigen sich Steff und Mike mit Mystik und Philosophie, da wundert es den geneigten Hörer auch eher weniger, dass sich zwischen den englischen und deutschen Texten auch mal lateinische oder norwegische Passagen tummeln. Nach drei Jahren Blut, Schweiß und Tränen gibt es mit „Grandevality“ nun also den Erstling zu hören – und gleich mal eine positive Überraschung vorneweg: CHAEDRIST fallen nicht unter die Kategorie der typischen Zwei-Mann-Truppen, die sich an diversen hochtechnischen Instrumenten verausgaben und dabei nur abgehobenes Gefrickel zustande bringen. „Grandevality“ ist schon im ersten Durchlauf spannend, frisch und technisch wirklich gut gemacht.

Fangen wir vorne an: Der Opener „Jenseits aller Sonnen“ startet schon recht verheißungsvoll mit nicht unbedingt neuem, aber immer wieder enorm wirkungsvollem Galopp, bevor Steff sich in Pagan-ähnlicher Manier durch die Soundwand kämpft und keift. Auch die melodische Gitarre im Refrain tendiert ein bisschen in die Pagan- und Viking-Richtung, das passt aber ausnehmend gut zum leicht sterilen Sound.

„Schöpferkraft und Weltenbrand“ beschwört dann Bilder von pseudo-intellektuellen Texten, ist aber entgegen aller Erwartungen ein richtiger Brecher mit ordentlichen Tempowechseln und unheimlich fiesen Growls, die geradewegs aus den Untiefen der Hölle zu kommen scheinen. Sehr schönes Ding. „Alte Eiserne Brücken“ könnte im Gitarrenintro sogar direkt als verhältnismäßig klassischer Metalsong durchgehen, würde nicht sofort im Anschluss ordentlich hallendes Gekeife stattfinden. So tendiert das Stück eher ein bisschen Richtung Black Metal, versetzt mit ein wenig Melodie – zwischendurch wartet gar ein Schlagzeug- und Gitarrenpart auf den Hörer, der ähnlich auch im Metal- oder Hardcore hätte auftauchen können. Natürlich wird selbiger bald wieder von flirrenden Gitarren abgelöst, Langeweile soll hier ja nicht aufkommen.

„Den Verdens Nye Avguden“ stellt dann den besagten norwegischen Teil auf „Grandevality“ und wird dominiert von einer recht simplen Gitarre. Dafür spielt sich im Hintergrund bei rasantem Schlagzeug und erneut schwarzmetallisch angehauchtem Geschrei aber einiges ab. „Im Widerschein der Wirklichkeit“ beinhaltet dann überraschenderweise klaren Gesang, der ein wenig an kirchliche Gesänge angelehnt zu sein scheint, und ein leicht doomiges Feeling verbreitet, das aber rasch wieder aufgehoben wird.

Das Fazit kann hier nur positiv ausfallen. Ein bisschen fehlt’s noch an der Abwechslung auf lange Spielzeit – nach drei oder vier Durchläufen findet man die Platte zwar immer noch ziemlich gut und lässt bereitwillig die Matte kreisen, aber nach mehreren Rotationen könnte sich das doch bald ändern. Ansonsten verdienen CHAEDRIST aber definitiv das Prädikat „pädagogisch wertvoller Extreme Metal“ – „Grandevality“ wartet mit einigen interessanten Passagen auf, die man sich auch gerne öfter anhören kann.

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