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Celtic Chakra: Moving Stones

Ein nicht ganz gewöhnliches Folkalbum
Wertung: 8.5/10
Genre: Irish Folk
Spielzeit: 58:1
Release: 08.06.2007
Label: Curzweyhl

Vier Musiker aus Deutschland, die sich an traditionellen irischen Stücken versuchen und das Ganze mit einigen Eigenkompositionen abschmecken, das sind Celtic Chakra.

Neben den typischen Instrumenten wie Fiddle und Bodhran nehmen sie aber gelegentlich auch Banjo oder Klarinette dazu und lassen sich zusätzlich auch von schottischen und galizischen Stücken inspirieren.

Soweit die Presseinfo zusammengefasst und ich muss zugeben, dass es mir zumindest schwer fällt, jede Melodie passend zuzuordnen, aber so wird es ja vermutlich einigen gehen.

Nach der Veröffentlichung der selbstbetitelten CD 2003 liegt nun mit „Moving Stones“ das zweite Album vor, auf dem zum Großteil Instrumentalstücke irischen Ursprungs geboten werden. Wie das nun mal, zumindest in meinem Falle, der Fall ist, verbreitet irische Musik auf Grund ihrer Leichtigkeit gleich gute Laune und das ist auf dieser CD auch wieder wunderbar zu hören. Dementsprechend werde ich mich auch gleich mit einem Bierchen der entsprechenden Marke (nein, ich mache keine Schleichwerbung und nenne Namen, das überlasse ich dem Pressetext).

Der erste Song „Wiljafjord“ ist eine Mischung aus verschiedenen traditionellen Reels, bei denen einige mir auch bekannt sind (mal abgesehen von dem kurzen Part, der doch sehr stark nach „What shall we do with the drunken sailor“ klingt).

Eher ins spanische, Verzeihung, baskische, begibt man sich dann mit dem zweiten Stück „Fandango“. Meines Erachtens sehr untypisch ist da die Geige, was das Ganze aber noch interessanter macht und auch sehr passend klingt, auch wenn ich als Flamenco-Fan doch ein bisschen den nur im Hintergrund vorhandenen typischen Gitarrensound vermisst habe, da der nur kurz ohne Fiddle zur Geltung kommt. Aber es handelt sich hier schließlich auch um eine irische und nicht spanische Folklore-Band.

Mit „Ready For The Storm“ hat man dann auch das erste Stück mit Vocals, in diesem eher ruhigen Stück hauptsächlich von einer Frauenstimme. Sehr interessant ist dann auch der Jazzteil mit Klarinettensolo… meiner Meinung nach unnötig, weil er das Stück doch etwas zerreißt.

Nach einem weiteren eher ausgelassenen Stück namens „Brenda´s“ zusammengesetzt aus verschiedenen Reels (beim Hören bitte die Bodhran beachten!), bewegt man sich mit dem galizischen „A Bruxa“ wieder in ruhigere Gefilde. Melancholisch, im ¾-Takt gehalten, denkt man leicht an weite, etwas karge Landschaften.

Irgendwann wird man schneller und geht in den Flamenco über, um das Ganze dann auch traditionell spanisch zu beschließen.

In den genannten ruhigeren Gefilden verweilt man dann fast durchgehend bei „Lost And Gone“, einem der komplett selbst geschriebenen Stücke. Thematisch bewegt man sich bei einer alten Freundschaft, bei welcher der Kontakt zueinander abgebrochen ist und man sich fragt, was der andere zur Zeit tut und wie es ihm geht. Dieses Nachdenkliche und beinahe Sehnsuchtsvolle kann man auch gut aus der Musik raushören.

Nach soviel Tiefsinnigkeit begibt man sich mit „Catharsis“ wieder in den schnelleren, folkigeren Bereich, um danach mit „Nil Sé Ina Lá“ ein traditionelles Lied auf gälisch(?) zu verwenden. Gitarre und Fiddle geben dabei ganz deutlich den Ton an. Irgendwie summt man relativ schnell mit, zum Singen reicht es aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht.

Nach einem weiteren Stück, das man sich gut zum Tanzen vorstellen kann, gibt es noch einen weiteren ruhigen Song namens „Tá `Mo Shuí“, der auch eher melancholisch angehaucht ist.

Die CD wird abgeschlossen mit einem weiteren Reel-Set, „Mouth Of Tobique“. Sehr rhythmisch durch Bodhran und Castagnetten und mit Banjo und Fiddle noch mal sehr zum Tanzen geeignet.

Fazit: Ein nicht ganz gewöhnliches Folkalbum wird hier vorgelegt, welches viel Freude bereitet, solange man mit irischer und spanischer Folklore etwas anfangen kann. Man merkt, dass die Musiker ihre Instrumente nahezu perfekt beherrschen und viel Spaß am Spielen haben.

Das Einzige, worauf man nächstes Mal wirklich achten sollte, ist, dass die Titelangaben im Booklet und auf der Rückseite übereinstimmen, weil das doch etwas verwirren kann.

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