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CellOut: Superstar Prototype

Engagierte Platte, bei der noch ein wenig Abwechslung fehlt
Wertung: 6.5/10
Genre: Nu Metal, Alternative Rock
Spielzeit: 43:32
Release: 22.07.2011
Label: Nuerra Records

Ein Review zu einer Nu-Metal-Platte einzuleiten ist schwieriger, als man meinen könnte. So recht scheint niemand dieses eigentlich in den Neunzigern populäre Genre zu mögen, aber trotzdem verkaufen die betreffenden Bands fleißig Platten – und am Ende will’s natürlich niemand gewesen sein. Wo Bands wie Linkin Park dem ursprüngliche Nu Metal inzwischen den Rücken gekehrt haben, tauchen Combos wie die Schweden CellOut wie aus dem Nichts aus der Versenkung auf.

Musikalisch fällt einem als erstes auf, dass CellOut sich so ziemlich die besten Häppchen aus dem Nu-Metal-Bereich geschnappt haben. Unterm Strich klingen die Schweden wie eine Mischung aus Trapt, Drowning Pool und den beiden deutschen Speerspitzen Emil Bulls und 4Lyn. Mit Sänger Percy Mejhagen hat das Quartett außerdem einen erstaunlich fähigen Sänger an Bord, der von Schreien über klaren Gesang bis zu Flüstern und Sprechgesang so ziemlich alles beherrscht und sein Repertoire auf „Superstar Prototype“ auch komplett ausnutzt.

Für ein Debütalbum kommen die elf Tracks recht ambitioniert daher, songschreiberisch gibt es wenig zu meckern, außer vielleicht der Tatsache, dass die Songs sich ein wenig zu sehr ähneln. Dafür haben CellOut aber einen schön sphärischen Tepppich über alles gelegt, der die Band durchaus von anderen Combos abhebt und den Wiedererkennungswert steigert. Überraschend reif und mit ein wenig mehr als den üblichen drei Akkorden eröffnet „Dark Days“ den munteren Reigen, Percy verlegt sich auf leicht verzerrten Sprechgesang, der direkt das Genre klarmacht. Dabei macht der Schwede aber eine deutlich bessere Figur als viele seiner Kollegen.

„The Gift“ stellt ein erstes kleines Highlight dar – allein der Refrain mit dem Klargesang bleibt lange im Gedächtnis, außerdem hört man hier zusätzlich schon die schwedische Herkuft der Jungs heraus. Natürlich darf die obligatorische Ballade nicht fehlen: „Flooded“ ist glücklicherweise bar jeden Kitsches und bedient genau das Thema, das die Hörerschaft des Nu Metal ansprechen dürfte: Einsamkeit, das Gefühl, sich allein gelassen zu fühlen. Seien wir ehrlich: Die meisten Fans des Genres dürften noch nicht volljährig sein und sich mit den Irrungen und Wirrungen der Pubertät herumschlagen, also trifft der Song seine Hörer wirklich gut. Und gut gemacht ist das Stück auch noch.

Etwas seicht wird es dann beim Gespann „Blow“ und „Breathe“, die sich zwar auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie ihre Vorgänger, aber irgendwie an einem vorbeiplätschern. „As I Fall“ bildet dann wieder die Ausnahme – hier wird schöner, klarer Gesang mit gelegentlichem Schreien verbunden; so könnte der Track fast auch im US-amerikanischen Radio laufen, wenn nicht die wunderbaren Gitarrenausraster am Ende wären.

Gegen Ende der Platte sumpfen CellOut leider ein bisschen vor sich hin und erinnern mich ein wenig an Spineshank, die es ihrerzeit auch nie geschafft haben, über die volle Distanz einer Full-Length-Scheibe die Qualität hoch zu halten. „In My Arms“ wirkt eher austauschbar, obwohl natürlich die Gitarrenfraktion wieder einen sehr guten Job macht, aber auch das finale „The Tragedy In You“ trägt nicht maßgeblich zur Punkteerhöhung bei. So müssen sich CellOut mit knappen 6,5 Zählern zufrieden geben – natürlich handelt es sich hier um eine Debütalbum und die songwriterischen Qualitäten sind noch ausbaufähig, aber mit ein wenig mehr Abwechslung steht einem größeren Erfolg nichts mehr im Wege.

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