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Cecile: Finally…We Have Come To A Pretty Pass

Ein wahrer Ohrgasmus!
Wertung: 9.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 14:03
Release: 25.03.2011
Label: Eigenproduktion

Es gibt solche Tage, da steht ein neues Paket mit Promo-CDs vor der Tür; man kippt den Inhalt gelangweilt auf dem Bett aus, denkt sich „schon wieder nur Scheiß“, schnappt sich die erstbeste CD (meistens, weil einen das Cover irgendwie anspricht), legt sie ins Laufwerk – und sitzt dann erstmal in ungläubigem Staunen. So geschehen bei mir und der aktuellen Cecile-Scheibe. Wirklich große Erwartungen blieben außen vor, auch wenn die Schreibweise des Bandnamens angenehm an einige Hardcore-Bands erinnert und man sich über (guten) Metalcore ja eigentlich immer freuen kann.

Aber Kinder, was für ein Sound dröhnt mir da aus den Boxen entgegen! Jeder Gitarrenanschlag sitzt an der richtigen Stelle, die Drums wuchten die Songs direkt mindestens drei Stufen nach oben auf der nach oben offenen Mosh-Skala und der Gesang, sofern man dieses unmenschliche Gebrüll als solches bezeichnen kann, bläst einem glatt die Schuppenflechte weg. Selbst das absolute Sorgenkind des Metalcore, nämlich der klare Gesang, lässt weder produktionstechnisch noch handwerklich irgendwelche Wünsche offen. Überhaupt brilliert der Sound von „Finally…We Have Come To A Pretty Pass“ durch absolute Reinheit – da taten Cecile gut daran, für die Aufnahmen extra nach Holland zu fahren.

Die Paderborner machen auf der leider nur drei Tracks umfassenden EP jedenfalls keine Gefangenen: Von relativ klassischen Metalcore-Einlagen bis hin zu Deathcore-Breakdowns, Hardcore-Gangshouts und einigen eingestreuten elektronischen Einflüssen, die ein wenig an Asking Alexandria oder His Statue Falls erinnern, ist alles dabei, was ein Core-Herz höher schlagen lässt und das Adrenalin unter die Decke pumpt. Wenn man sich Exzesse wie das breakgeladene „Behind The Scenery“ anschaut, will und kann man sich kaum vorstellen, wie die Combo live abgeht und vor allem, wie die Moshpits bei Cecile-Shows aussehen.

Unübertroffen ist und bleibt aber direkt der Opener „To Be Lost In Coma“ – vielleicht vor allem deswegen, weil es der erste Eindruck ist, den man von der Band gewinnt. Allein der Augenblick, in dem die Shouts loslegen, stellt sämtliche Nackenhaare auf; das schwarzmetallische Hintergrundgeflirre und der resignierte, aber nicht gelangweilte, klare Gesang verpassen dem Ganzen dann die Cocktailkirsche obenauf – eine feine Sache! Mittlerweile rotiert das Teil in der Endlosschleife in der Anlage.

Der Rausschmeißer „Restless And Nightmares“ startet etwas unrhythmisch, so dass man nicht sofort darauf einsteigen kann, offenbart aber mit seinem mehrstimmigen Gesang ungeahnte Hardcore-Wurzeln und überrascht gleich darauf mit einer kurzen Gesangseinlage in klarem Stil, die fast aus einem Post-Hardcore-Song stammen könnte. Spätestens beim Refrain weiß man nicht mehr so ganz, ob man vor Begeisterung lachen oder weinen soll.

Selten hat eine so kurze EP mich derart umgehauen. Cecile betreten mit ihrem Stil keineswegs Neuland, kombinieren aber die unterschiedlichen Stilelemente so frisch und intelligent, dass man nicht umhin kommt, sabbernd vor der Box zu verharren. Wenn die Jungs so weitermachen, steht großen Auftritten und vor allem einem Plattendeal bald gar nichts mehr im Wege.

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