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Castoreum: ...und am Ende ist die See

Da muss noch tüchtig das Deck geschrubbt werden
Wertung: 4.5/10
Genre: Thrash Metal; Death Metal
Spielzeit: 24:47
Release: 10.03.2008
Label: Eigenproduktion

Von der Ostseeinsel Usedom stammt die Besatzung von Castoreum. Tja, wie trifft man den Kern der Mucke der Nordlichter am besten? Also, da ist in den Klängen immer wieder eine Hommage an die Melodien der 80er rauszuhören und auch dem Old School-Thrash scheinen die Jungs nicht abgeneigt zu sein. Obenauf schwingt eine Prise moderner Vibes mit.

Ganz atmosphärisch mit instrumentalen Klängen ertönt das „Präludium“, dazu folgendes Zitat: "Seit zwei Jahren träume ich jede Nacht, dass mich ein Volltreffer erwischt. Das Fleisch schmilzt mir von den Knochen und läuft wie warme Milch zwischen die Steine. Aber weißt du, was dann passiert? Ich setz mich Stück für Stück wieder zusammen. Jede Nacht." Von der Idee her schonmal nicht verkehrt. Mal schauen, ob die weitere musikalische Umsetzung dann auch zu diesem Intro passt.

„Mit Dem Rücken Zur Wand“ kommt mit seinen (unschwer zu erraten) deutschen Lyrics etwas holprig daher. „Ihr seid nichts Besseres …“ oder „Was glaubt ihr, wer ihr seid…“ hat man ehrlich gesagt schon zuvor zu oft gehört, als dass dieses Thema jetzt noch irgend jemanden großartig vom Hocker reißen könnte. Vom Klanglichen her geht das Stück okay, mehr aber auch nicht.

Ich dachte, dass in den Songs der Jungs so etwas wie Moderne mitschwingen soll. Nun, dieses Element sucht man dann in dem ziemlich durchschnittlichen Midtempostück „Lost In Absurdities“ gar vergebens. Auch das Gitarrensolo vermag da nichts mehr rauszureißen.

Dieser ultrahohe Schrei eingangs des verteufelt thrashigen „My Passion´s Insane“ mag zwar bestens zu dem Songtitel passen, doch dem ein oder anderen Hörer werden sich aufgrund dessen wohl die Zehennägel aufrollen. Im weiteren Verlauf vernimmt man dezente Schwedentodmelodien, die zwar nicht schlecht, aber dennoch zu zahm daherkommen. Im Endeffekt erweckt das Stück kein allzu großes Aufsehen.

Auch wieder in Thrashgewässern fischt „Metus Mortis“. Hier sorgt das old schoolige Gitarrensolo für Aufsehen. Schön ist auch zu hören, dass Patricks Stimme sich hier wieder mehr im Death Metal-Sektor bewegt. In „Revenge” dagegen sind es das Riffing und die Arbeit an den Drums, die positiv ins Auge bzw. in diesem Falle ins Ohr fallen. Dies ist auch der Song, in dem die meisten modernen Elemente zu finden sind.

Wieso ist der Gesang im leider ebenso durchschnittlichen „Prussian Virtues” so derart in den Hintergrund gerückt? Das ist mir ziemlich unverständlich, konnte man ebendiesen bei allen anderen Songs doch sehr gut im Vordergrund vernehmen.

Fazit: Es gibt noch einiges zu tun. Auf das Songwriting sollte man sich konzentrieren, denn es hapert daran, dass einen die Songs mit sich hinfortreißen wie eine tückische Strömung. Auch bei den Lyrics besteht Handlungsbedarf, denn solche wie in „Mit Dem Rücken Zur Wand“ sind heutzutage schon fast überstrapaziert.

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