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Cast In Silence: First

Ihr eigenes melodisch-rockiges Süppchen
Wertung: 7.5/10
Genre: Modern Melodic Metal
Spielzeit: 40:2
Release: 07.07.2007
Label: Empty River Records

Direkt aus dem schönen Harz landete nun das Debütalbum “First“ von Cast in Silence auf meinem Schreibtisch. Aus der Taufe gehoben wurde die melodisch-moderne Metalformation von ex- Dark at Dawn Schlagzeuger & Gitarristen Torsten Sauerbrey im Mai 2006. Weiterhin gesellten sich mit Schlagzeuger Stefan Cabanus (ex- The Atmosfear), Bassist Mario Thiel (ex- Buttercup) und Sänger Michael Lowin (ebenfalls ex- Dark at Dawn) noch drei weitere Herrschaften zu Cast in Silence.

Als besonders imponierend erscheint mir hier insbesondere der Fakt, dass Cast in Silence bereits im Oktober vergangenen Jahres den renommierten “Battle of the Bands“ - Wettbewerb gewannen und sich somit gegen einhundert andere Teilnehmer durchsetzten. In der Jury saßen hierbei namhafte Vertreter von Drakkar, Metal Hammer und Rock Hard. Zusätzlich - als kleines Bonbon sozusagen - spielten Cast in Silence auf dem Rock Harz - Open Air Festival bereits an der Seite von Szenengrößen wie Subway to Sally und Gamma Ray.

Nachdem sich das emsige Quartett nun die gesamten Monate Januar und Februar im Tonstudio einschloss, erscheint ihr Erstlingswerk “First“ auf dem eigens dafür gegründetem Label “Empty River Records“. Der gut 40 Minuten umfassende Silberling präsentiert sich hierbei als ungemein kompakt und sehr eingängig. Was insofern bedeutet, dass die vier Jungs sich wirklich alle Mühe gegeben haben, um mit “First“ ein doch relativ „glatt gebügeltes Metal-Album“ an den Start zu bringen.

So war ich bereits nach dem ersten Hördurchgang sehr von Michael Lowin´s Gesangsstimme angetan, die sich wahrlich butterweich entfaltet und hierbei auch keinerlei Form der Aggressivität ausstrahlt. Ebenso legte man bei der Instrumentierung zwar Wert darauf, äußerst „deftig“ zu klingen, aber hierbei niemals in brachiale Gefilde abzugleiten. Entsprechend bestimmen klangvolle Melodien und Rhythmen das beschauliche Gesamtbild von “First“, das zudem mit dankend-greifbaren Songtexten mitten aus dem Leben aufwartet.

Wirkliche „Ausreißer“ gibt es auf “First“ nicht zu vermelden. Torsten Sauerbrey, Stefan Cabanus, Mario Thiel und Michael Lowin präsentieren durchgehend rockiges Material, welches aber trotz seiner gepfefferten Eingängigkeit niemals wirklich progressiv oder langatmig anmutet. Ein sehr schöner Aha - Effekt bildet aber innerhalb der 11 Tracks umfassenden Setlist die äußerst gelungne Coverversion des 80er Jahre Kultsongs “Voyage Voyage“ von Desirless. Komplett generalüberholt, verpackte man den minimalistischen Pop-Klassiker aus der Feder von Domique Dubois in ein exzellentes Bett aus federleichten Gitarrenriffs mit rhythmisch-druckvollen Bassläufen. Absolut herausragend, diese Darbietungsform!

Fazit: Auch wenn “First“ sich insgesamt gesehen mehr auf einem „Schmusekurs“ befindet (was für ein Metal-Album ja nicht unbedingt auf der Tagesordnung steht), so ist es trotz allem KEIN spärlich-apathischer Vertreter seiner Zunft geworden! Cast in Silence haben sich insbesondere der individuellen Nuancen der gängigsten Metalgenres bedient und hieraus dann ihr eigenes „melodisch-rockiges Süppchen“ gekocht. Dennoch umschippert “First“ geschickt die verführerischen Ufer der melodischen-belanglosen Anbiederung an den so genannten Mainstream. “First“ ist also insgesamt betrachtet ein Album, das positive Spielfreude verbreitet und dabei auch keine wirkliche Langeweile aufkommen lässt.

Zwar wird es interessant zu sehen sein, in welche Richtung sich Cast in Silence in Zukunft weiterentwickeln werden. Aber für ein Debütalbum ist “First“ wirklich mehr als vorzeigbar… Sehr schön, Jungs!

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