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Casino Drive: Spin The Truth

Die vier Songs machen Spaß und gehen unheimlich gut ins Ohr
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternative Rock, Punk Rock
Spielzeit: 13:54
Release: 04.02.2008
Label: Glasstone Records

Dass Großbritannien neben den USA die wohl wichtigsten Rockbands der letzten Jahre stellt, ist kein Geheimnis. Bei Namen wie Muse, Editors, Radiohead, Placebo oder Arctic Monkeys dürfte dementsprechend nicht wenigen von euch jetzt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mit ihrer Debüt – EP „Spin The Truth“ versucht nun das Quartett von Casino Drive, sich einen Namen im internationalen Musikgeschäft aufzubauen. „Spin The Truth“ enthält insgesamt vier Songs, die sich irgendwo zwischen fröhlichem Alternative Rock und eingängigem Punkrock treffen. Eine Mischung, die nicht unbedingt unglaublich innovativ und mutig ist, die aber auf der anderen Seite wiederum gut genug ist, um erste Akzente setzen zu können und für Fans von Bands wie Jimmy Eat World oder Blink-182 ziemlich interessant sein dürfte.

Eröffnet wird die EP vom wohl besten Song dieser, namentlich „Beautiful Lies“. Gerade die Strophe ist so unendlich eingängig, dass einem direkt warm ums Musikherz wird. Das ist Musik für die Rockdisko, das ist Musik für ein fröhliches Zusammenkommen mit Freunden und Musik, die einem gleich ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Auch wenn Sänger James Rose nicht gerade über das gewaltigste Stimmorgan verfügt, so weiß er doch ganz genau, wie er dieses einzusetzen hat, um die Aufmerksamkeit seiner Hörer zu erregen. Richtig gut sind zudem die facettenreichen und vielfach eingesetzten Background Vocals, die vor allem dem Refrain noch einmal ordentlich Schmackes geben. Klingt zwar insgesamt alles andere als klassisch britisch, macht aber nichts!

Deutlich Indie Rock – lastiger sind die Gitarren zu Beginn von „Smile Again“ und auch der Rest des Songs klingt etwas weniger punkig als der Opener „Beautiful Lies“. Dennoch kann man das Gespür der Bands für tolle Gesangsmelodien und eingängige Refrains einfach nicht übersehen, denn es ist scheinbar allgegenwärtig. Und dass Casino Drive mehr als nur ein paar Akkorde aneinander reihen können, zeigt spätestens der ruhige Mittelteil, der mit Akustikgitarren und dezenten Streichern daherkommt.

An dritter Stelle erwartet uns mit „Cardio“ ein ziemlich netter Alternative / College Rock – Song, der die Band, wäre er ein paar Jahre früher veröffentlicht worden, absolut auf die Überholspur gebracht hätte. Im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Songs kann „Cardio“ aber meines Erachtens nach nicht mithalten, denn über das Prädikat „ordentlich und wirklich nett“ kommt „Cardio“ einfach nicht hinaus.

Beim finalen „Hands Tied“ lassen es Casino Drive wieder ein wenig mehr krachen und kommen besonders im Refrain dem Punk Rock – Genre erneut ein ganzes Stück näher. Dieser ist wirklich überragend und schon nach dem ersten Durchlauf absolut mitsingkompatibel.

Fazit: „Spin The Truth“ ist vielleicht nicht die aufregendste und waghalsigste EP aller Zeiten, aber dennoch eine richtig gute. Der ein oder andere mag vom Sound von Casino Drive vielleicht sogar ein wenig gelangweilt sein, mich interessiert dies allerdings kein Stück. Die vier Songs machen Spaß und gehen unheimlich gut ins Ohr, worauf sie natürlich auch angelegt sind. Für Genre – Freunde ist „Spin The Truth“ deshalb sicherlich eine lohnenswerte Angelegenheit.

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