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Carcharoth: Desolated Battlefields

Unterirdisch
Wertung: 0/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 33:46
Release: 01.12.2007
Label: Black Tower Productions

Pagan Black Metal aus Spanien? Dürfte auch nicht allzu häufig sein. Bis vor nicht allzu langer Zeit allerdings war ja auch Frankreich ein eher unbeschriebenes Blatt in Sachen Black Metal und hat inzwischen mit Bands wie Deathspell Omega, Merrimack und Konsorten eine ganze Reihe aufsehenerregender Schwarzmetall-Combos vorzuweisen.

Durch das Quartett Carcharoth soll nun wohl auch das sonnige Spanien mit klirrenden, kalten, räudigen und bösen Sounds aufgemischt werden. Roh und reichlich primitiv holzt sich die Band durch die sechs Tracks auf dieser CD und niemand würde wohl – sofern er es nicht weiß – daran denken, dass hier Spanier am Werk sind. Roh und primitiv heißt aber beileibe nicht automatisch gut, auch wenn man natürlich weiß, dass gerade in der Black-Metal-Szene die engstirnigsten Leute vertreten sind, die frei nach dem Motto „je schlechter der Sound, umso cooler die Band“ oder ähnlichen Credos gehen.

Was hier jedenfalls geboten wird, ist so unterirdisch schlecht, dass einem alles hochkommen kann. Von einer Produktion kann gar nicht die Rede sein, der Sänger kreischt irgendwas vor sich hin, wobei man schon aufgrund der Monotonie und nicht vorhandenen Variabilität des „Gesangs“ (von der Band selbst ganz evil als „grim vocals“ bezeichnet) nicht verstehen kann, was; und als wäre das nicht genug, hat man die Stimme auch noch möglichst weit in den Hintergrund gemischt. Andererseits klingt hier irgendwie alles wie weit weg und im Hintergrund. Die Qualität des Sounds ist noch nicht mal Proberaum-Niveau; jede Band, die was in einem Proberaum abnimmt, klingt besser – wahrscheinlich haben Carcharoth einen Kassettenrekorder mit eingebautem Mikrofon benutzt oder so. Nein, dieser Sound hat nicht etwa Underground-Flair oder ähnliches, er ist schlicht und einfach unfassbar grottig.

Weiterhin ist die musikalische Leistung der Band unter aller Kanone: Gitarren stimmen? Ist doch unnötig. Na ja, wahrscheinlich tatsächlich, wenn das Songwriting ohnehin völlig uninspiriert und stinklangweilig ist und die technischen Leistungen ungenügend. Timing-Schwankungen ohne Ende, krude klingende Gitarrenleads, schiefe Flöten im Intro (das übrigens vom Sound her komischerweise immer noch deutlich besser klingt als der Rest), unsaubere Blastbeats – nee, ganz ehrlich: was einem hier geboten wird, ist dermaßen mies, dass es schwerfällt, das Ganze überhaupt durchzuhören.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann