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Carcass: Surgical Steel

Ein Meilenstein der Metalkultur
Wertung: 9,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 47:06
Release: 13.09.2013
Label: Nuclear Blast

Mit „Surgical Steel“ kommt eine wahre Legende wieder zurück ins Leben. Seit 2006 bringen die Briten Carcass nun das erste Full-Length-Album auf den Markt. Nachdem sich die Truppe langsam immer mehr reaktiviert hat und einige Besetzungswechsel wegen der immer stärkeren Bandaktivitäten nötig waren, hat man nun endlich wieder eine Platte aufgenommen.

Es war schon vorab durch einige Snippets und Trailer klar, dass die neue Scheibe interessant werden könnte. Was Carcass aber nun abgeliefert haben, dürfte zu den Highlights des Jahres 2013 zählen, zumindest im Death-Metal-Sektor.

„Surgical Steel“ ist ein sehr homogenes Album mit gleichbleibender Qualität vom ersten bis zum letzten Song geworden. Die Briten erweisen sich abermals als wahre Riffzauberer. „The Master Butcher’s Apron“ ist vollgestopft mit spannenden und fesselnden Gitarrenarbeiten, die es nicht an Inspiration und handwerklichem Geschick mangeln lassen.

Die Band kombiniert auf der Platte fast alle Stilrichtungen, die sie während ihres Werdeganges ge- und erfunden hat. Vom Gore-lastigen Tieftonrumpler über klassischen Death Metal bis hin zu Melo-Death-Stücken wird alles geboten – „The Granulating Dark Satanic Mills“ zählt beispielsweise zu letztgenannter Fraktion.

Selbst nach mehreren Hördurchgängen fällt noch kein einziges Lied auf der Scheibe als langweilig oder schon zu oft gehört auf. Lediglich das Intro „1985“ bekommt nach einigen Spieldurchgängen Ärger mit der Skip-Taste. Das Epos „Mount Of Execution“ dürfte einer der besten Metalsongs mit einer Spielzeit von über acht Minuten aller Zeiten sein. 

Der Sound ist gnadenlos geil. Carcass und Mischer Andy Sneap haben den schwierigen Spagat zwischen einem authentisch klingenden Death-Metal-Sound und einer fetten Produktion perfekt hingezimmert. Die Gitarren sägen schön, die Drums haben einen natürlichen Sound und hämmern ordentlich und der Gesang kommt richtig giftig aus den Boxen. Hier ist der Todesblei-Jünger dem Paradies schon sehr nahe.

Für Freunde der härteren Gangart gibt es hier kaum eine Ausrede: Die Platte gehört in den Schrank eines jeden Death-, Grind- und Melo-Death-Fans, da gibt es nichts zu diskutieren. Carcass haben sich selbst mit der Platte eine nur extrem schwer lösbare Aufgabe gestellt, denn „Surgical Steel“ zu überbieten dürfte eine wahnsinnige Herausforderung werden.

Warum das Album trotzdem keine zehn Punkte erhält? Weil zehn Punkte für Genre-prägend oder Genre-erschaffend stehen und Carcass beides schon in den Neunzigern gemacht haben.

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