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Captain Duff: Seaside Curse

Die Piraten sind wieder los
Wertung: 5.5/10
Genre: Hard Rock, Metal
Spielzeit: 33:26
Release: 04.08.2009
Label: Eigenproduktion

Achtung, Achtung an alle Leichtmatrosen: Die Piraten sind wieder da. Zum zweiten Mal stechen die Seebären von Captain Duff nun in See. Kann jemand ihrem „Seaside Curse“ entkommen?

Die fünf Besatzungsmitglieder bieten mit ihrem neuen Werk eine dreckige Mischung aus Hard Rock, Punk, Rock’n’Roll und etwas Metal. Da sieben frisch komponierte Songs nicht genug erschienen, enterte man noch einmal das Debüt und nahm drei Songs neu auf, welche ebenfalls den Weg auf das neue Album schafften.

Als allererstes fällt einem hier das stark gewöhnungsbedürftige Coverartwork auf, welches wahrlich nicht jedermanns Geschmack treffen wird, manche vielleicht sogar abschrecken mag. Sei dies nicht der Fall, erwartet einen schon bald die nächste Überraschung.

Im ersten Moment wundert man sich etwas über den Sound der Band, so etwas bekommt man nicht oft zu Gehör. Vor allem die Stimme von Cpt. Dave sticht aus der wummernden Instrumentalfraktion hervor. Die Vocals sind sehr rau, teils fast schon reibeisenmäßig und nicht immer auf der Note, können jedoch kurzweilig auch klar aus den Boxen schallen. In diesen Momenten wird einem die Stimmqualität erst recht bewusst. Wird der Seebär ärgerlich, brüllt er sich schon mal in alter Hardcore-Manier durch die Tracks. Es hört sich verrückt an, aber wohl nur eine dunkler gestimmte Mischung aus Glenn Danzig, Michael Poulsen und Elvis käme dieser Stimmfarbe nahe, welche bei „Witchdoctor“ und „Longboat Funeral“ ihr gesamtes Repertoire zum Besten gibt.

Textlich gesehen wird man nicht groß überrascht, bekommt man doch viele Seemanns- und Piratengeschichten aufgetischt. Musikalisch wird dies vor allem durch drückende Gitarren-Riffs und treibende Drums vertont, was bei „Motorwolf“ oder „I’m Haunted“ recht gut zur Geltung kommt. Bei Konzerten dürften die Songs dank ihrer eingängigen, mitsingbaren Refrains gut ankommen. Hin und wieder hat man, wie bei „From Coast To Coast“ ein schönes melodisches Gitarrensolos eingebaut, welches einen angenehmen Gegensatz zum dunklen, rhythmischen Sound bietet.

Jedoch hat das Album ein großes Manko und dies ist seine Austauschbarkeit. Das hat mehrere Gründe. Zwar mag die Musik zu Beginn innovativ und kreativ klingen, jedoch fragt man sich spätestens beim vierten Song: Hab ich das nicht schon gehört? Damit ist nicht gemeint, dass man zu viele Anleihen von anderen Bands übernimmt. Nein, aber man variiert die Struktur der Songs fast gar nicht. Hört man nicht genau hin, lässt das Werk also nur nebenher laufen, möchte man teilweise sogar meinen, dass Rhythmus und musikalische Umsetzung, exklusiv der Vocals, sich sehr ähneln. Dadurch stellt sich nach etwa der Hälfte eine unschöne Monotonie ein, die fast etwas nervend ist. Bei den drei remasterten Titeln hat man im Intro noch das Gefühl, etwas Neues geboten zu bekommen, jedoch ist man schon bald wieder im alten Trott angelangt.

Fazit: Captain Duffs „Seaside Curse“ kann vor allem durch seinen dreckig-rockigen Musikstil und den nicht alltäglichen Gesang punkten. Jedoch ist das Manko der Austauschbarkeit und Monotonie einfach zu groß, um darüber hinweg zu sehen, da können die schönen Soli auch nicht mehr viel reißen. Es gibt immer Bands, die live um Welten besser sind, als auf CD gebrannt. Wahrscheinlich ist Captain Duff eine davon.

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