Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Calvarium: Assaulting The Divine

Die wahre, dunkle Kälte aus Finnland
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 19:31
Release: 31.01.2005
Label: Dynamic Arts Records

Diese Scheibe hat zwar schon eine paar Tage auf dem Buckel, seit sie das Licht der Welt in Form ihrer Veröffentlichung erblickt hat, doch das tut ja bekanntlich der Qualität der darauf enthaltenen Songs wahrlich keinen Abbruch. Dabei ist „Assaulting The Divine“ nach dem Debüt „The Skull Of Golgatha“ die zweite Veröffentlichung der drei Finnen. Und die dritte wird im Herbst als Full Length-Album veröffentlicht, worüber ich mich als Fan dieser Musikrichtung sehr freue.

Bereits von den ersten Tönen von „Wrathpainted Hammer Upon Their Weakening“ an scheint man in den gähnenden Schlund der Hölle hinab zu sehen. Wahnsinn, wie es Veilroth, Molestor Kadotus und Lord Sargofagian gelingt, auch ohne jegliche Zuhilfenahme von synthetischem Keyboardgewabere, sprich nur mit den klassischen Instrumenten Gitarre, Bass und den Drums diese beklemmende, Angst einflößende Stimmung zu erzeugen.

Mit einem guten Teppich aus gekonntem Riffing eröffnet dieser Song und man hört schnell heraus, dass hier keine stümperhafte Kapelle am Start ist, sondern jeder der drei ist ein Meister seines Fachs. Ansonsten würde dieses Stück mit dem langen Titel nicht so dermaßen genial durch den Äther kommen.

„Through The Scars Of Selfmutilation“ beginnt mit einer Moviesequenz. Nach den Worten “...to be a servant of the devil“ öffnen sich dann wieder die Tore, die den Hörer in flottem Tempo direkt wieder hinein in die Verdammnis führen. Dabei fallen die durchdachten Songstrukturen auf … von wegen hirnloses Geknüppel, denn so was gibt es bei Calvarium nicht. Die Schreie im Mittelteil gehen einem durch Mark und Bein … Abgerundet wird das Stück dann wieder durch einen Satz aus der schon vom Anfang bekannten Filmsequenz. Großes Black Metal-Kino!

Eher midtempomäßig rollt sich „Riistäen Sielun Ja Hengen“ wie zähe Lavamasse aus den Boxen, die alles und jeden zu vernichten vermag, der so töricht ist, sich ihr in den Weg zu stellen. Hier wird Molestor´s Stimme bisweilen sogar hysterisch kreischend. Dieses Stück ist komplett in Finnisch gehalten, was, wie es ja auch wie bei Ajattara´s Songs hervorragend zum Black Metal passt, denn dies unterstützt noch zusätzlich die böse Aura, die von der Musik ausgeht.

Ein wenig flotter zur Sache geht es dann im leider schon letzen Stück „The Dark Blessed Elite“. Auch hier ist es ein Ohnrenschmaus, mit anzuhören, wie die Finnen es drauf haben, so richtig „True Black Metal-Spirit“ in ihren Songs zu transportieren. Von der Variabilität im Gegensatz zu den restlichen Songs eher ein klein wenig eingeschränkter, vermag jedoch auch dieses Stück den Hörer auch wieder mit Haut und Haar in seinen infernalisch-düsteren Bann zu ziehen.

Die Produktion passt zu dem Old School Black Metal wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer – roh, ungeschliffen und ursprünglich. Und da es auf dieser MCD nur knapp 20 Minuten rohen Black Metal gibt, freut man sich schon jetzt auf das im Herbst kommende neue Album der Jungs.

Fazit: Da bleibt mir nur zu sagen: “Praise The Dark Blessed Elite“ namens Calvarium! Verdammt starkes Futter der Finnen! Ich erwarte von Old School Black Metal, dass er genau so und nicht anders klingt als das, was Calvarium hier erschaffen haben.

comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging