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Call Of Charon: The Sound Of Sorrow

Ein netter Quickie
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal, Deathcore
Spielzeit: 17:36
Release: 02.12.2022
Label: Massacre Records

Call Of Charon aus Duisburg brettern schon seit 2016 durch den Death-Untergrund, mit nur einer EP („Shot. Dead. Drowning“, das Debüt von 2007) und einer Full-Length-Scheibe („Plaguebearer“, 2019) sieht der Backkatalog der Truppe allerdings etwas übersichtlich aus. Das liegt vor allem daran, dass bereits zwei Jahre nach Bandgründung die ersten Line-Up-Wechsel durchgeführt wurden, mal lag die Band auf Eis, mal suchte man neue Mitglieder. Immerhin, zwei Splits mit den keineswegs unbekannten For Those Unseen und Mortal Hatred konnten so nebenbei veröffentlicht werden, mit „The Sound Of Sorrow“ hat die Truppe um das einzig verbliebene Gründungsmitglied, Sänger Patrick Kluge, Ende 2022 eine fünf Track starke EP auf den Markt gebracht.

Was beim Blick auf die Tracklist als Erstes ins Auge springt, ist natürlich der deutsche Titel „Verblasster Glaube“. Hier haben die Herrschaften kurzerhand ihren früheren Track „Illusive Savior“ rück-übersetzt und machen damit eine überraschend gute Figur, wobei deutsche Texte ja gleich einen etwas düsteren, schwarzmetallischen Touch zu haben scheinen.

Dass Call Of Charon ihre knapp 18 Minuten Spielzeit nicht alleine bestreiten müssten, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des starken Openers „The Cleansing“, bei dem neben I Declare War-Sänger Jamie Hanks auch ex-Convictive-Fronterin Jenni Gornicki sich mit um das Mikro prügeln dürfen. Im Vergleich zu den massiven Vocals kommt gerade das Schlagzeug dann eher pappig und etwas zahnlos daher, was bei einem insgesamt so deftigen Song natürlich schade ist. Die dreifache Vocal-Bedienung macht aber trotzdem ausreichend Spaß, um hier einen Anspieltipp zu finden.

Die Kalifornier As Blood Runs Black erhalten dann mit ihrem eigenen Song „In Dying Days“ noch eine kleine Verbeugung, bei der die Truppe recht flott zu Werke geht, die aber nach mehreren Durchläufen auch so ein bisschen an Schwung verliert. Frau Gornicki darf dann übrigens bei „No Escape (Interlude)“ noch mal ran, einem kurz gehaltenen, aber durch die erst geflüsterten und dann gekeiften Vocals sehr spannendes Stück, das im Vergleich deutlich mehr Innovation und Experimentierfreude aufzeigt als der Rest der Tracklist. Schade dann, dass das Stück so kurz ausfallen musste.

Insgesamt bietet „The Sound Of Sorrow“ sich durchaus als netter Quickie für zwischendurch an, viel mehr aber auch nicht. Vor allem die Drums wirken schal und passen kaum zu den größtenteils brachialen Vocals und wilden Gitarren. Für Fans des Genres bietet die EP sicherlich eine gute Ergänzung, allerdings schwimmt die Szene natürlich grade in Death(core)-Bands, die teils auch deutlich spannendere Tracks produzieren. Trotzdem: Schlecht gemacht ist die Scheiblette beileibe nicht. Solide sieben Punkte können die Nordrhein-Westfalen sich dennoch abholen.

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