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Call Of Charon & Mortal Hatred: The Takeover Split

Eine beeindruckende Scheibe
Wertung: 8/10
Genre: Deathcore/Death Metal
Spielzeit: 24:18
Release: 30.10.2015
Label: Kernkraftritter Records

Es war still geworden um die Duisburger Call Of Charon. Seit einigen Jahren kämpfte die Formation schon mit stetigen Besetzungswechseln und Anfang 2014 zog das letzte verbleibende Gründungsmitglied, Jan Wiesten, die Notbremse und löste die Band auf. Damit wollten sich aber einige der vormals beteiligten Musiker nicht abfinden und erhoben die Band wieder aus dem Grabe. Sogleich machte man sich ans Werk, um neue Songs zu schreiben, und innerhalb kürzester Zeit konnte man die nächste anstehende Veröffentlichung verkünden. Um die Platte realisieren zu können, holte man sich mit Mortal Hatred eine weitere Band mit ins Boot. Die Split „The Takeover“ ist das Resultat dieser Zusammenarbeit.

Die ersten drei Lieder steuern Call Of Charon bei. Zu hören gibt es harten Deathcore, der weniger Wert auf Breakdowns und ähnliches legt, dafür aber ein ordentliches Songwriting mit mitreißenden Linien in den Vordergrund stellt. Dabei greift man auch auf kleinere, im Hintergrund bleibende Samples zurück. Im Vordergrund steht aber eindeutig Sänger Patrick Kluge, der mit seiner gewaltigen Stimme die Verdammnis über dem Hörer zusammenbrechen lässt. Dabei klingt der Schreihals noch ziemlich unverfälscht und ungekünstelt. Man darf also davon ausgehen, dass der Mann am Mikro tatsächlich gut bei Stimme ist, und das Organ nicht im Studio hochgezüchtet wurde.

Neben aufwändiger Arbeit am Mikro und an den Saiteninstrumenten bietet die Band bei dieser Veröffentlichung vor allem auch Speed. Selten gönnt sich das Quintett mal eine Verschnaufpause. Und wenn, dann geht es ziemlich schnell wieder mit Vollgas weiter. Nicht unerheblich treibende Kraft dürfte hier vor allem Drummer Raphael sein. Toll zu hören sind alle drei Nummern der Death-Core-Fraktion. „Coffin Nails“ bietet das weiteste Spektrum der drei Songs und fungiert daher als Anspieltipp.

Die zweite Band im Package sind Mortal Hatred. Auch sie schlagen in die gleiche Kerbe wie Call Of Charon, setzen sich aber auch gleichzeitig deutlich von den Duisburgern ab. Erstens geben Mortal Hatred stellenweise noch mehr Gas. Das ist nicht ganz korrekt. Das Tempo ist nicht höher, aber Drummer Kai scheint an einem perversen Bewegungsdrang zu leiden. Nicht selten reicht ihm das Spiel in Sechzehntel nicht aus, werden schon des Öfteren nochmal halbiert. Vor allem, wenn diese Stakkatoanschläge an auf der Snare zelebriert werden, dann drängt sich einem ein Maschinengewehr unweigerlich als Vergleich auf.

Auch Mortal Hatred legen großen Wert auf ein ausgeklügeltes Songwriting und auf hochwertige Arrangements. Ihr ganzes Können spielt die Truppe in dieser Hinsicht mit „Iron Grave“ aus. Mit hoher Intensität geht man das Thema eines Schiffsunglücks an und drückt durch wechselnde Tempi entweder die auf dem Boot entstehende Panik oder das langsame, aber unaufhaltbare Sinken des Stahlkolosses und die damit einhergehende Trostlosigkeit aus. Auch Mortal Hatred kann man dem gleichen Hörerkreis empfehlen wie Call Of Charon. Hier haben sich zwei gut harmonisierende Trupps auf einer CD vereint.

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