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Calibre Zero: Inmune

Hoffentlich nicht repräsentativ für Spaniens Metalszene
Wertung: 4/10
Genre: Hard Rock / Metal
Spielzeit: 41:41
Release: 06.11.2009
Label: STF Records

Calibre Zero kommen aus Spanien, genauer gesagt aus dem schönen Madrid. Musikalisch wird uns eine Mischung aus Metallica, Motörhead und alten Black Sabbath versprochen. Die damit sehr hoch gelegte Messlatte wird aber nicht im Geringsten erreicht. Dafür weist das zweite Album der Band zu viele Schwachpunkte auf, die „Inmune“ von vornherein jegliche Chance rauben, ein wirklich gutes Album zu sein.

Punkt Nummer 1 ist der sehr gewöhnungsbedürftige Gesang. Das hat noch nicht einmal etwas damit zu tun, dass die Lyrics von Calibre Zero ausschließlich in ihrer Landessprache verfasst sind. Das verschafft der Band zumindest einen kleinen Pluspunkt, der aber nicht aufwiegen kann, dass Ricardo Lazaro einfach kein guter Sänger ist. Er hat weder den nötigen Rotz in der Stimme, noch bildet er eine Einheit mit der Musik. Meistens wirkt es so, als hätte er seine Texte einfach heruntergesungen, ohne auf den Rest der Band zu achten. Als Beispiel sei „Silencio“ genannt, bei dem wirklich kein roter Faden zu erkennen ist. Richtiggehend ärgerlich wird es, wenn er versucht, einen längeren Ton zu halten. Das lässt sich dann nämlich mit einigem Wohlwollen gerade so noch als „Gröhlen“ bezeichnen.

Punkt Nummer 2 ist die alles andere als optimale Produktion. Es ist klar, dass man bei einer kleinen Band, die gerade ihr zweites Album auf den Markt bringt, gerade bei diesem Punkt etwas Nachsicht walten lassen sollte, aber auch hier liegen die Dinge nun mal im Argen. Die Instrumente sind allesamt viel zu leise abgemischt, während beim Gesang das genaue Gegenteil der Fall ist. Und dass das nicht gut enden kann, sollte nach dem vorherigen Absatz klar sein.

Punkt Nummer 3 ist gleichzeitig der Wichtigste: Calibre Zero sind keine besonders guten Songwriter. Die genannten Einflüsse hört man zwar alle irgendwie heraus, wirklich packen tun einen die Lieder aber nie. Im Gegenteil, denn obwohl die Vier-Minuten-Marke nur einmal überschritten wird, zieht sich das Album scheinbar ewig lange hin. Zwischendurch tauchen zwar immer wieder nette Ideen auf wie beispielsweise der flotte Beginn von „El Hombre Al Que Odiar“, aber auch diese werden direkt wieder von den ersten beiden Punkten im Keim erstickt.

Fazit: Schade, schade. Von der Beschreibung her klangen Calibre Zero wirklich interessant. „Inmune“ (spanisch für „immun“ oder „widerstandsfähig“) ist aber ein ziemlicher Rohrkrepierer geworden, der völlig überflüssig und langweilig daherkommt. Lemmy, James Hetfield und Tony Iommi haben selbst in ihren dunkelsten Stunden spannendere Musik geschrieben, als dieses Quartett. Wenn Calibre Zero wirklich die spanische Metal-Rock-Szene dominieren, muss es in Spanien wirklich finster aussehen.

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