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Caliban: The Undying Darkness

Metallisches, anspruchvolles Metalcore-Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 0:0
Release: 24.02.2006
Label: Roadrunner Records

Eins steht fest: “The undying darkness” musste so kommen. Sicher war, dass Caliban sich nach „The opposite from within“ nicht zurückentwickeln, ob man den neuen Longplayer jetzt als Weiterentwicklung sieht, oder nur eine Fortsetzung ist rein subjektiv.

Sicher ist jedenfalls, dass die Produktion wie schon beim Vorgänger keine Wünsche offen lässt. Vom zarten Piano-Intro über die himmlischen Vocals von Gitarrist Denis Schmidt, die drückenden Gitarren von selbigem und Songwriter Marc Görtz, das tosende Gewitter von Patrick Grün am Schlagzeug und Marco Schaller am Bass bis hin zu den morbiden Schreien, Growls und Shouts von Schmachthaken Andy Dörner – nichts zu leise, nichts überpräsent.

Ein Highlight lassen die fünf nationalen Metalcore-Helden direkt zu Beginn von der Kette. „I rape myself“ schmettert dem Hörer ein zwar genretypisches, aber trotzdem geniales Riff entgegen, bevor Schlagzeug und Bass einsetzen. Schmidt lässt im Refrain eine Gesangslinie über die Double Bass schweben, die zwar synthetischer klingt, ansonsten aber an Songs wie „My little secret“ vom Vorgänger erinnert. Ebenso der folgende „Song about killing“, dessen abgehackter Schlagzeugtakt es schwer fallen lässt, etwas Schönes an ihm zu finden, aber dafür sind Caliban nicht hier. Es geht um Gefühle wie Wut und Hass, nicht um Glück und Zufriedenheit. „It’s our burden to bleed“ wartet mit dem für die Band typischen Aufbau auf: fies – schön – fies – schön, Strophe – Refrain – Strophe – Refrain. Folgerichtig wurde der Song zur ersten Single auserkoren und hat sich somit eine visuelle Umsetzung – sprich: ein Video – verdient. Opulent wie das Lied stehen sie da, vor einer riesigen Leinwand in einem leeren Kino posierend, headbangend, schreiend, leidend. Zwischenzeitlich im feinen Zwirn mit leichtbekleideten Damen; nicht nur die Titel und Texte sind plakativ. Aber das macht nichts, denn „Nothing is Forever“ kann überraschen, und zwar mit emolastiger Spielweise, die man von diesen bösen Herren einfach nicht gewohnt ist. Vielleicht hören sie das auch nicht gerne, aber solche kleinen Gimmicks stehen ihnen.

Im Folgenden bestätigen Caliban allerdings die Genrezuordnung „Metalcore“ und geben mit Stakkatoriffs und fiesen Shouts richtig auf die Mütze. „No more 2nd chances“ fällt da auch grundsätzlich nicht raus, ist aber Beweis für das technische Können der Instrumentalisten, die bei höchster Geschwindigkeit eine Präzision an den Tag legen, von der die meisten nur träumen können. Dass das alles auch so rüberkommt, ist gewiss nicht zuletzt des Produzenten – niemand anderes als der hauptamtliche In Flames Schreihals und Gitarrist, der auch bei „The opposite from within“ die Knöpfe bediente – Verdienst. Neben dieser Berühmtheit gesellten sich außerdem Kreators Mille Petrozza bei „Moment of clarity“ und die bisher weniger bekannte Tanja Keilen (Sister Love, übrigens sehr zu empfehlender Emo-Elektro-Pop) zu einem Björk-Cover im Studio dazu. Wie letzteres gelungen ist, hört man erst auf der im Handel erhältlichen CD, da das Label zum Zeitpunkt der Promo-CD-Pressung noch keine Freigabe für den Song hatte.

Und wo wir gerade beim Thema „Label“ sind… Calibans Werdegang nach dem Wechsel zu Roadrunner zu beurteilen ist doch ein wenig einfach, liebe Kritiker. Hört euch an, was diese deutsche (!!!) Band zu bieten hat und seht ein, dass es an der Zeit ist, unseren Musikexport anzukurbeln.

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