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Caliban: I Am Nemesis

Volle Power!
Wertung: 8.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 45:21
Release: 03.02.2012
Label: Century Media

Selbst Metalfans, die mit Metalcore weniger bis gar nichts anfangen können, müsste der Name Caliban geläufig sein. Die Band hält sich seit Jahren an der Spitze der deutschen Szene. Von dort aus melden sie sich nun mit einem neuen Album zurück. Die letzte Langrille ist schon etwas angestaubt - „Say Hello To Tragedy“ stammt bereits aus dem Jahre 2009. Danach kam noch 2011 die EP „Coverfield“, die aber, wie der Name schon vermuten lässt, nur Coversongs enthielt. 

Das ist bei „I Am Nemesis“ logischerweise anders. Zwölf Songs wurden auf den Rundling gepresst und die bringen es gemeinsam auf eine gute Dreiviertelstunde Spielzeit. Während dieser Zeitspanne wird nichts verschenkt: Caliban prügeln sich souverän vom ersten bis zum letzten Song durch. Während dieser Reise präsentieren sich die Künstler aber durchaus wandlungsfähig, zumindest innerhalb ihres Genres. 

Extrem brachiale Songs wie das einleitende „We Are The Many“ werden genauso leidenschaftlich dargeboten wie die eher außergewöhnlichen Lieder; als Beispiel sei hier „Open Letter“ aufgeführt. „Dein R3ich“ ist auch eine der eher außergewöhnlichen Nummern. Hier wurde ein Großteil des Textes auf deutsch gehalten, was dem Lied durchaus gut tut. Auffallend sind die eigentlich verwinkelten Songs, die aber immer über einen roten Faden verfügen, der den Hörer galant durch das Lied führt. 

Stilistisch bleibt sich die Band sehr treu. Mit Ausnahme einiger kleinerer Experimente weichen die Musiker nicht vom Metalcore ab. Somit erspart die Gruppe sich und den Fans zweifelhafte Überraschungen. Auf der Scheibe steht Caliban und es sind auch 100 Prozent Caliban drin. Aggressiv, brutal und schnell - die Scheibe wurde mit viel Herzblut entworfen und verwirklicht. 

Wenn man die Medaille allerdings von der anderen Seite betrachtet, und das wollen wir hier auch tun, dann kann man fast sagen, dass sich die Band nicht sehr viel weiterentwickelt hat. Caliban klingen wie Caliban. Das wird die eingeschworenen Fans sehr freuen, ob das allerdings hilft, weitere Anhänger hinzu zu gewinnen, das bleibt die Frage. 

„I Am Nemesis“ klingt frei und offen. Die Bässe knallen direkt in die Magengrube und die Höhen sind ganz sauber ausgearbeitet, was das Hören zu einem Erlebnis werden lässt. Dafür klingen die Gitarren etwas sehr synthetisch. Vielleicht muss das aber ja so sein. 

Eines steht fest: Fans der Gruppe können ohne vorheriges Überlegen zugreifen, denn die Platte wird sie nicht enttäuschen. Wer voll auf die Fresse will, der kann hier reichlich davon haben. Während der gesamten Spielzeit verliert „I Am Nemesis“ keine Spur an Fahrt. Vom ersten bis zum letzten Lied fühlt man sich wie auf einer Vollgas-Panzerfahrt durch hügeliges Gelände. Es scheppert, es kracht und man wird wild hin- und hergerissen. Ein bisschen Moshpit für den Kopf. Die Kaufempfehlung gilt natürlich auch allen anderen Corefreunden. Hier können viele andere Bands noch lernen. 

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