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Caliban: Coverfield

Einfach nur Spaß oder billiger Abklatsch?
Wertung: 7.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 13:43
Release: 16.05.2011
Label: Century Media

Coversongs im Metal sind meist irgendwie problembehaftet. Entweder sie werden nicht angenommen oder sie werden angenommen und irgendwann später als Verbrechen abgeurteilt. Gleichzeitig sind Coververöffentlichungen momentan recht schick, was unter anderem auch die Children Of Bodom-Scheibe „Skeletons In The Closet“ beweist. Nun locken auch die Metalcoreler von Caliban mit einer Scheibe, auf der nur Coversongs zu finden sind. Parallel zur Tour wird also die EP „Coverfield“ enthüllt. Anders als bei oben genannten finnischen Exportschlagern haben sich Caliban eben nur eine EP und kein ganzes Album vorgenommen. Um die Aufgabe nicht zu langweilig zu gestalten, haben die Musiker sich vier Songs aus vier völlig verschiedenen Genres vorgenommen. Die Scheibe öffnet mit „My Girlfriend's Girlfriend“, das im Original von Type 0 Negative erschaffen wurde.

Allgemein haben sich Caliban keine einfachen Stücke ausgesucht. Dabei ist mit "einfach" weniger die spielerische Herausforderung gemeint (die Musiker sind mit Sicherheit  professionell und gut genug, um die Songs zu spielen), sondern eher die Herausforderung, die den Songs eigene Stimmung mit in die Coverversionen zu nehmen. Auf eine fast verspielte Art gelingt der Band dieser Spagat fast ausnahmslos. Einzig und alleine „Helter Skelter“ wirkt in dieser neuen Version etwas befremdlich. Vielleicht ist das aber auch nur so,  wenn man die Originalversion gut kennt, denn der Song wurde ja eigentlich bereits zu Tode gecovert. Am prägnantesten ist das At The Gates-Cover „Blinded By Fear“ ausgefallen. Der Song rumpelt wie die Hölle und entwickelt eine ganz besondere Aura, obwohl oder gerade weil er sehr nahe am Original bleibt. Sogar der wahrscheinlich am schwierigsten umzusetzende Titel, Rammsteins „Sonne“, kommt recht gut rüber.

Soundtechnisch gibt es nichts zu meckern. Caliban sind ihrem normalen Sound treu geblieben und haben die vier Lieder ihrer Akustik entsprechend arrangiert, nicht umgekehrt. Der Hörer trifft auf sägende Gitarren, ein recht fettes Schlagzeug und den typischen Gesang. Darüber hinaus wurde die Scheibe hervorragend produziert und erstrahlt im Glanz eines modernen Metalalbums.

Ob man den Rundling zu seiner Plattensammlung hinzufügen soll oder nicht, das muss jeder individuell entscheiden. Der Kaufpreis dürfte hier auch eine nicht zu geringe Rolle spielen. Hörenswert ist das Teil allemal und man kann sich damit bestimmt auch gut auf die Tour einstimmen.

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