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Cage The Gods: Badlands

Aus alt mach neu
Wertung: 7,5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 50:02
Release: 04.04.2014
Label: The Orchard/Alive

Dass Cage The Gods sich nicht mit wenig zufrieden geben, deutet ihr Name bereits an. Recht gibt ihnen dabei das Classic Rock Magazine, welches sie unlängst als eine der „heißesten neuen Bands 2014“ bezeichnete. Um diesen Titel zu rechtfertigen, setzen die vier Briten auf ihrem Debütalbum auf klassischen, an manchen Stellen stark nostalgisch angehauchten Rock mit modernem Flair.

Eine große Stärke der Musiker sind definitiv ihre eingängigen Melodien. Diese geben der Platte allerdings auch einen gewissen kommerziellen Hauch und so würde sich der eine oder andere Song, „Falling“ zum Beispiel, sicherlich mehr als gut im Radio machen. Trotz dieser Tendenz verstehen sich Cage The Gods auch sehr gut darauf, ihren Songs mit druckvollen Riffs den nötigen Drive zu verschaffen. Dabei besinnen sich die Newcomer auf den guten alten Grundsatz „weniger ist mehr“, überladen ihre Songs nie und kreieren mit relativ einfachen Mitteln druckvolle Songpassagen.

Viele der Songs können sich dabei nicht ganz entscheiden, ob sie jetzt lieber Ballade oder doch ein flotter Rocksong sein wollen. Das Ergebnis sind abwechslungsreiche Songpassagen mit Tempo- oder Intensitätssteigerungen sowie überraschend gefühlvollen Balladenelementen. Songs wie „The Ending“ gewinnen dadurch an Abwechslung und erhalten einen ganz eigenen Charakter.

Man mag Cage The Gods vorwerfen, dass sie sich lediglich alter Rezepte bedienen, um möglichst erfolgreich ihre Idole zu kopieren. Ganz falsch ist diese Einschätzung sicher nicht. Teilweise hören sich die Nummern stark nach Bon Jovi oder vergleichbaren Bands an. Nur eben mit moderner Produktion und ein paar neuen Ideen was das Songwriting angeht. Trotzdem muss man den vier Briten dabei zu Gute halten, dass Songs wie „Bruce Willis“ eine ganz eigene Atmosphäre erzeugen, die man irgendwie einfach lieben, oder zumindest schätzen muss.

Was die Texte angeht, wäre ein bisschen mehr Tiefgang vielleicht nicht schlecht gewesen. Liebeskummer ist mit Sicherheit eines der stärksten menschlichen Gefühle, das dementsprechend auch oft musikalisch verarbeitet wird. Neu ist das aber nicht und sollte man nicht gerade selbst betroffen sein, beginnt das immer wieder auftretende, depressive Selbstmitleid von Frontmann Peter Comerford bei genauem Hören spätestens in der zweiten Hälfte von „Badlands“ langsam zu nerven. Eine überzeugende gesangliche Umsetzung hilft allerdings gut über diesen kleinen Kritikpunkt hinweg und hier und da lösen sich Cage The Gods dann auch mal von ihrem Lieblingsthema.

Auch an der restlichen musikalischen Umsetzung gibt es kaum etwas auszusetzen. Das Album ist professionell produziert und weiß mit anspruchsvollen Solopassagen auch hinsichtlich der Spieltechnik zu überzeugen. Gitarrist James Moncur bekommt genug Raum für gefühlvolle Gitarrensoli, überspannt den Bogen dabei aber nie und verleiht Songs wie „Badlands“ somit in einer songdienlichen Art und Weise das gewisse Etwas.

Alles in allem präsentieren Cage The Gods auf „Badlands“ alte Kost in neuem Gewand. Das tun sie allerdings äußerst überzeugend und so wird dieses Album jedem, der sich nicht am nostalgischen Touch stört, mit Sicherheit Freude bereiten. Zwar ähneln sich die Songs irgendwann doch ein bisschen, ausreichend überraschende Momente in Kombination mit einem gewissen Flair machen das Album aber dennoch hörenswert.

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