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Cadaveres: Soul Of A New Breed

Die CD ist klasse produziert und bietet einen bombigen Sound
Wertung: 8/10
Genre: Trash Metal
Spielzeit: 43:11
Release: 26.10.2007
Label: Burnside Records

Bisher konnte Ungarn leider nur mit einer bekannten Formation aus der Metal-Abteilung glänzen – Ektomorf. Doch dieser Glanz soll nun Dank der erst im Jahre 2005 gegründeten Trash-Metal-Band Cadaveres, zu Deutsch „Leichenschauhaus“, regelrecht erstrahlen:

Im Gegensatz zu ihren Landsleuten sind die Texte Cadaveres’ ausschließlich englisch, doch lassen sich in anderen Bereichen natürlich durchaus größere Parallelen ziehen – ganz besonders erwähnenswert wäre in diesem Zusammenhang, dass László K. schon früher bei Ektomorf die Gitarrentöne dargebracht hat. Unterstützung finden die Ungaren auch in dem Ektomorf-Sänger Zoltán F., welcher der Kombo für den Song „Elixir“ seine Stimme zur Verfügung stellte.

Ein bloßer Ektomorf-Klon ist Cadaveres keineswegs – besonders auf Grund des zweiten Percussionisten. Mag dies auch recht seltsam anmuten und Vermutungen über chaotische und ungeordnete Beats aufkeimen lassen, kann man völlig unbesorgt sein: Die Beats sind immens treibend und lassen gemeinsam mit den beiden Gitarristen einen wuchtigen Groove entstehen, der schon nahezu an Machine Head erinnert.

Neben zahlreichen Konzerten und Festival-Auftritten, auf denen anfangs noch vermehrt Songs der Vorgänger-Band des Gitarristen Péter K. - und gleichzeitig auch der ersten Version von Cadaveres – „Cadaveres De Tortugas“ gespielt wurden, fanden die sechs Musiker dennoch die Zeit, insgesamt 10 eigene Songs zu schreiben und diese anschließend aufzunehmen:

„Elixir“ hat einen sehr anspruchsvollen Rhythmus, dem man aber trotzdem gut zuhören kann und der das restliche Klanggerüst super untermalt. Gelegentlich fühlt man sich durch das Tempo und den Takt – und nicht durch den Sound – an afrikanische Klänge erinnert . Gesanglich sind hier sogar Ähnlichkeiten zu Korn zu entdecken.

„Seventh Heaven“ wird dem Titel absolut gerecht: Erneut ein komplexer Beat und eine ebenso melodische wie harte Gitarrenstimme. Bei dem sehr harmonischen Refrain bekommt man schon beinahe eine Gänsehaut und fühlt sich wie im „siebten Himmel“.

Das instrumentale Stück „Claw“ besteht lediglich aus Percussion und einer begleitenden Akkustik-Gitarre – ein Track mit dem ich nicht viel anfangen kann, da er weder interessant noch großartig anspruchsvoll klingt.

„Blood Stained“ ist da doch gleich viel besser mit seinen gleichfalls harten wie auch klaren Gesangspassagen. Es wird ein hohes aber mitnichten hetzendes Tempo vorgelegt, das bestimmt jede Konzerthalle beben lässt.

Insgesamt 11 Songs, die allesamt einen einschlagenden Groove bieten, werden auf „Soul Of A New Breed“ präsentiert und es sollte sich gewiss für jeden etwas finden lassen, egal ob man mehr auf cleanen Gesang oder auf aggressivere Töne steht.

Die CD ist klasse produziert und bietet einen bombigen Sound. Einziger Makel ist die Spielzeit – mit knapp 40 Minuten, einem Instrumental-Stück und einem Dance Mix von „Seventh Heaven“ ist die Platte leider etwas kurz geraten.

Trotzdem wäre es schade, wenn diese, mit einem enormen Potenzial ausgestattete – und dieses auch nutzende – Band, bald wieder als „Cadaver“ im „Cadaveres“ ruhen würde.

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