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C-Lekktor: Tendencias Suicidas

Gut, kann aber nicht an alte Qualität anknüpfen
Wertung: 7/10
Genre: Dark Electro
Spielzeit: 52:24
Release: 26.03.2010
Label: COP International/Al!ve

Nachdem Ende 2008 das offizielle Debüt-Album „The Silence Procession“ der mexikanischen Dark Electro-Formation C-Lekktor, die bereits seit 2000 ihr Unwesen treibt, eingeschlagen hat wie eine Bombe, waren die Erwartungen an die neue EP verständlicherweise enorm hoch.

„Tendencias Suicidas“ heißt das neueste Output von Markko B. und Jorge M. und liefert in der europäischen Version vier neue Songs sowie sechs von Genrekollegen angefertigte Remixe der Tracks „See My Hate“ und „Our Dark Side“, die seinerzeit auf dem offiziellen Debütalbum im Originialmix vorzufinden waren. Der Opener und Titeltrack in spe „Suicidal Tendencies“ – seltsam, dass der Track einen englischen Titel verpasst bekommen hat, während die EP spanisch betitelt wurde – präsentiert sich im typischen Dark Electro-Sound: Leicht verzerrte Drums pumpen einen nicht unbedingt übermäßig kreativen, aber dafür umso tanzbareren Beat voran, der von zwar melodischen, aber nicht gerade fröhlichen, sondern viel mehr düsteren und unruhigen Synths und den flüsternd-keifenden verzerrten Voacals begleitet wird, eben ganz passend zum Titel. Etwas technoider und EBM-lastiger ist der nächste neue Song „Living Dead“ ausgefallen; so sind die Synths zwar immer noch vielschichtig, aber dominanter und kristallisieren sich klarer heraus – darunter auch eine synthetische Bassspur, die sich für den etwas technoiden beziehungsweise EBM-mäßigen Sound verantwortlich zeigt.

Bei dem Track „World Of Fantasy“ verzichtete das mexikanische Duo gänzlich auf Vocals und bediente sich dafür mehrfach bei Filmen, Reden, Hörspielen etc., um mitgeschnittene Zitate in den Song mit einzubauen. Das letzte neue Stück „Juicio Final“ entpuppt sich als Uptempostück, das leider nicht mit anderen Hits des Dark Electro-Gespanns mithalten kann, da die Synths doch zu minimalistisch gehalten sind – da ist der verwöhnte Hörer komplexere und anspruchsvollere Soundgebilde gewöhnt. Während bei viel zu vielen Electro-Releases, speziell bei EPs, ganz schnell und zugegebenermaßen auch zu Recht der Eindruck entsteht, dass viele zusätzliche, oftmals auch wenig interessante Remixe lediglich als Füllmaterial dienen, ist dies bei dieser EP nicht der Fall: Nahezu jeder Künstler, der hier Hand an die älteren Stücke angelegt hat, schaffte es, dem Song seinen eigenen Stempel aufzudrücken, ohne die Einmaligkeit und das treibende Element, dass das gesamte „The Silence Procession“-Album so auszeichnete, aus den Augen zu verlieren.

Besonders hervorzuheben sind hier die Alternativ-Interpretationen des Songs „See My Hate“ von FGFC820, die mit Hilfe eines Vocoders interessante Momente kreierten, sowie der von Sin.Thetic Squad angefertigte Remix des Tracks „Our Dark Side“, der sich speziell durch einen enormen Groove auszeichnet.

Auch wenn man sich über diese EP nicht beklagen kann und die angebotenen Songs durchaus interessant und abwechslungsreich sind, muss man ehrlicherweise sagen, dass das Album von „The Silence Procession“ noch mal deutlich besser war als dieses Output. Wer die Band noch nicht kennt, sollte also zunächst bei dem Full Length zugreifen, Fans der Formation können mal reinhören – es schadet nicht, aber Angst, dass man etwas verpasst, falls man nicht reinhört, braucht man ebenso wenig zu haben.

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