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Byfrost: Black Earth

Akzeptables Debüt mit Luft nach oben
Wertung: 6.5/10
Genre: Black Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 38:45
Release: 16.06.2010
Label: Painkiller Records

Mit Byfrost und ihrem Debüt „Black Earth“ schickt sich eine Band aus Norwegen an, auf den Spuren namhafter Black-Metal-Combos aus ihrem Heimatland wie Immortal, Darkthrone, Satyricon und Konsorten zu wandeln, wobei in Sachen Sound und Spielart eindeutig die Truppe um Abbath Pate stand. Von der Atmosphäre und vom Riffing her ist das Pandabären-Trio ziemlich klar herauszuhören und auch das Gekrächze von Frontmann HeavyHarms erinnert des Öfteren an Abbath. Auffällig ist auch, dass das Line-up von Byfrost genauso aufgeteilt ist wie das von Immortal – lediglich drei Mann, von denen einer sowohl singt als auch Gitarre spielt.

Dennoch darf man hier keineswegs von einer bloßen Kopie sprechen, da immer wieder auch thrashige Elemente durchschimmern und eine gute Portion Rotz à la Motörhead erkennbar ist, was wiederum an i denken lässt, bei denen Abbath allerdings bekanntermaßen ebenfalls aktiv ist. Auch Bathory-Elemente sind hin und wieder auszumachen.

Das Ganze wurde auf seine Art amtlich produziert und ist songschreiberisch im Prinzip durchaus brauchbar: Der Opener „Horns To The Sky“ ist insgesamt sehr thrashig gehalten. Sehr gut gemacht ist, wie das Tempo zunächst stetig angezogen wird, nur um in der Mitte wieder in Headbang-kompatible Midtempo-Regionen zu verfallen, bevor am Ende noch einmal der Vorschlaghammer ausgepackt wird. Beim darauf folgenden Titeltrack hingegen wird schon eindeutiger in Black-Metal-Gefilden gewildert, zumal sich auch einige Blastbeat-Passagen einschleichen. Hier wird der Immortal-Einfluss zu „Sons Of Northern Darkness“-Zeiten besonders deutlich. Genauso ist es im sich anschließenden „Night Of Damnation“, das einen mit seinem stampfenden, kompromisslosen Rhythmus irgendwie an „Tyrants“ von besagter Klassiker-Scheibe denken lässt.

Im weiteren Verlauf der knapp 40-minütigen Platte wissen Byfrost immer wieder mit einigen sehr hymnischen Momenten zu überzeugen und haben durchaus ein musikalisches Gespür dafür, wann Breaks zu platzieren sind, wann es um der Stimmung willen angemessen ist, mal eine Akustikgitarre einzusetzen und vermögen ihre Songs mit dem ein oder anderen gelungenen Gitarrensolo zu würzen – besonders auf die tollen, harmonischen Sequenzen in „Desire“, dem mit sechseinhalb Minuten längsten Stück des Albums, sei an dieser Stelle hingewiesen. Auch der finale instrumentale Track „Skull Of God“, dem wegen seines langsamen, walzenden Tempos etwas sehr Fieses anhaftet, steht auf der Habenseite.

Nun jedoch kommt das große Aber: Das Problem ist, dass sich die Riffs, auch wenn sie zunächst hymnisch und mächtig erscheinen mögen, nach mehreren Durchläufen zu schnell abnutzen. Es kann durchaus seinen Reiz haben, nur ein Riff zu nehmen und dieses leicht zu variieren, doch genau letzteres passiert zu selten, da man zu oft einfach auf derselben Akkordfolge herumreitet und da die Riffs in den verschiedenen Tracks sich meist auch schon zu ähnlich sind, führt dies wiederum zu dem Eindruck, dass die Tracks selbst nicht unterschiedlich genug sind. Dennoch handelt es sich bei „Black Earth“ um eine Scheibe auf akzeptablem Niveau und wenn die Jungs beim Songwriting in Zukunft noch einen Zahn zulegen und variabler agieren, wird die nächste Platte bestimmt richtig gut.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann