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Bushfire: Black Ash Sunday

Ein ordentlicher Happen für Stoner-Freunde
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Rock, Blues, Stoner, Southern Rock
Spielzeit: 55:54
Release: 03.10.2010
Label: Eigenproduktion

13 Jahre hat die Multikulti-Truppe Bushfire aus Darmstadt jetzt auf dem Buckel, und doch hat die Schreiberin dieser Zeilen die Band bisher schändlichst ignoriert, fand die Live-Entjungferung doch erst im Oktober 2017 beim „Esslingen frisst Staub“ statt. Besser spät als nie, könnte man meinen, und um die Begeisterung hochzuhalten (und ein bisschen das schlechte Gewissen zu erleichtern) wurde gleich die komplette Diskografie nachgekauft – ausgenommen die drei DIY-Demos, die nicht mehr auf der Shopseite der Band erhältlich sind.

Bevor an anderer Stelle das aktuelle Album „When Darkness Comes“ besprochen wird, sollte man folgerichtig einen Blick in die Vergangenheit werfen. Erster Punkt auf der Tagesordnung ist also die mittlerweile schon acht Jahre alte „Black Ash Sunday“-Scheiblette, die so gar nicht zu einem sonnigen Freitagvormittag passen will, aber mit einer düster-dumpfen Mischung aus Heavy Rock, Blues, Stoner und Southern Rock und einer Messerspitze Grunge-Attitüde doch irgendwie bei jedem Wetter zu überzeugen weiß.

Getragen wird die schwermütige Musik auf den Schultern von Sänger Bill Brown, einem bärtigen Koloss, der auf der Bühne eine Präsenz zwischen Jesus und Charles Manson ausstrahlt und oftmals zwischen nöligem Doom-Gesang und fiesen Schreien pendelt, die gelegentlich in den Hintergrund gemischt werden und den Sound so um eine weitere schmutzig-staubige Facette bereichern. Besonders erwähnenswert ist hier der Titeltrack, der mit fast blumigem Gitarrengeplänkel eingeleitet wird und recht schnell wieder in Stoner-Gefilde stolpert, untermalt von Browns heiserem Gesang, der durch seine Gleichförmigkeit fast schon hypnotisch wirkt.

„The Fiend“ gibt sich dann richtiggehend melodisch, durch den eingestreuten Sprechpart aber auch ein bisschen deprimierend; versehen mit unheilschwangeren Gitarren, präsentiert sich hier einer der besten Tracks der Platte. Gerade bei Songs wie „Useless In So Many Ways“ mit seinem schwurbeligen Gitarrensolo muss man ein bisschen schmunzeln, treffen doch hier Größen wie Kyuss, Pearl Jam und Monster Magnet aufeinander, verknüpft durch den Zwei-Meter-Mann am Mikro. Da wird dann auch schon mal eher der Geist der Neunziger geatmet („In Black“), statt sich mit moderneren Verfahren zu beschäftigen. Wer hier meckern will, der hat allerdings keine Ahnung, schließlich passt alles wie Arsch auf Eimer – obwohl, größere Ausraster vermisst man hier schon gelegentlich, andererseits gleitet ein Track wie „Set & Ash“ so einwandfrei durch die Gehörgänge, dass man die streckenweise Monotonie eher willkommen heißt.

Ruft man sich die vorliegende Platte als erstes Full-Length-Lebenszeichen der Truppe ins Gedächtnis, kann man sich als Freund der Stoner- und Southern-Rock-Richtung eigentlich kaum beschweren. Einen Hauch zu gleichförmig bewegen sich Bushfire vielleicht dahin, ein paar kleinere Ausreißer traut man Fronter Bill Brown durchaus zu. Für ein Debüt zeigen sich die Herrschaften aber schon sehr souverän und sicher, was ihr Können anbelangt.

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